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Plön Lästige Glücksbringer
Lokales Plön Lästige Glücksbringer
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08:05 31.07.2009
Selent/Probstei/Hohwacht

„Das ist Natur“, wiegelt Volkert Jeske, Leiter des Touristservice im Ostseebad Schönberg, ab. Beschwerden habe es bei ihm noch nicht gegeben, allerdings sei ein gehäuftes Auftreten der Käfer auch erst seit Mittwochnachmittag zu beobachten gewesen. „Sie kleben überall dran“, schildert Jeske die Situation und ergänzt: „Von einer Plage kann keine Rede sein und außerdem sind sie ganz putzig.“

Auch in Selent krabbelt und surrt es in den Gärten, wo man geht und steht. Die Käfer klettern auf Arme, Beine, T-Shirts und auch mal darunter, fliegen durch die geöffneten Fenster und Türen und hängen an Autospiegeln, Zäunen und Hauswänden. Vor allem alles, was grün ist, scheint sie magisch anzuziehen, grundsätzlich aber sind sie seit Dienstag/Mittwoch im Selenter Raum „überall“.

Carsten Pusch von der Umweltberatungsstelle des NABU in Plön hat die rot-schwarzen Krabbler schon vor einigen Tagen im Binnenland entdeckt und weiß, dass ihr gehäuftes Auftreten keinesfalls nur am Ostseestrand zu erwarten ist: „Die Winde treiben sie an der Ostsee sozusagen zusammen und im Weiß des Strandes fallen die roten Käfer stärker auf als in der Natur, aber sie suchen keinesfalls gezielt das Meer“, räumt er mit einem falschen Eindruck auf.

Was das Massen-Phänomen angeht, beruhigt der Diplom-Biologe: „Das kommt alle paar Jahre vor, es bedeutet überhaupt nichts Schlechtes, sondern nur, dass die Marienkäfer ein reichhaltiges Nahrungsangebot an Blattläusen hatten und haben.“ Die „Nützlinge“, die ihrerseits von Vögeln und Igeln gefressen werden, würden seiner Einschätzung nach in der nächsten Zeit auf ganz natürliche Art wieder verschwinden: „Viele sterben, weil sie aufs Wasser geweht werden und wenn das Wetter kälter und regnerischer wird, ist der „Spuk“ schnell wieder vorbei.“ Sein Rat: „Erfreuen wir uns so lange an ihnen, wie sie da sind. Das gehört zum Natur erleben dazu.“

Die Touristinformationen in Hohwacht und Sehlendorfer Strand haben übrigens (noch) keine verstärkten Käfer-Vorkommen zu verbuchen, wie die Mitarbeiter auf unsere Anfrage erklärten.

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