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Plön Es brennt bei den Mitgliederzahlen
Lokales Plön Es brennt bei den Mitgliederzahlen
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12:00 18.02.2020
Von Sibylle Haberstumpf
Mia Marten von der Jugendfeuerwehr Preetz (Mitte) ist die neue Kreisjugendgruppenleiterin. Kreisjugendwart Jürgen Ohrt gratulierte und dankte ihrer Vorgängerin Antonia Rasberger. Quelle: Privat
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Kreis Plön

Hervor geht das aus der jüngsten Statistik, die bei der Jahresversammlung der Kreisjugendfeuerwehr in Heikendorf zur Sprache kam. „Mit 756 Mitgliedern haben wir gegenüber dem Jahr 2018 65 Mitglieder verloren“, bilanziert Ohrt. Das heißt: 2019 gab es 185 Austritte – bei nur 134 Neuaufnahmen. 2018 war das noch anders. Es traten 181 Jugendliche neu ein, aber nur 172 aus.

Gründe für den Austritt unterschiedlich

Woran das liegt, sei Ohrt zufolge unterschiedlich und nicht genau zu beantworten. „In anderen Kreisen und Städten, zum Beispiel in Bad Segeberg, sind die Zahlen gestiegen.“ Generell sind Gründe dafür, dass jemand aus der Jugendwehr austritt: Umzug in eine andere Stadt, Schulstress, ein anderes Vereinshobby, Lustlosigkeit oder auch der Übertritt in die aktive Feuerwehr.

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Was tun? Ohrt betont: „Wir müssen im Jahr 2020 den Fokus verstärkt auf die Mitgliederwerbung legen.“ Dabei müsste sich auch online beziehungsweise bei den sozialen Medien mehr tun. „Wir wollen neue Wege suchen“, so Ohrt. Zwei junge Kameraden seien dafür auch bereits zu Seminaren geschickt worden.

Der Facebook-Account als Werbung reiche nicht mehr, es müsse auch ein Instagram-Account aufgebaut werden, um die jüngeren Leute anzusprechen und für die Themen der Jugendfeuerwehr zu entflammen.

Kreisjugendfeuerwehr ist zu 34 Prozent weiblich

Die Wirkung solle vor allem positiv sein, wünscht sich Ohrt. Negativ sei eine Werbung im Sinne von „Wir haben keine Mitglieder, wir brauchen dich“ – viel besser sei dagegen das Credo: „Es ist wieder ein Platz frei geworden, wir nehmen wieder Mitglieder auf“, meint er.

Insgesamt gibt es 44 Jugendwehren im Kreis, jede hat im Schnitt 17,2 Mitglieder. Die aktuell 756 Mitglieder teilen sich auf in 498 Jungen und 258 Mädchen – die Kreisjugendfeuerwehr ist also zu rund 34 Prozent weiblich. 55906 Stunden Jugendarbeit wurden 2019 geleistet. Die meisten Mitglieder hat Preetz (32), gefolgt von Lütjenburg und Schönkirchen mit 31 und Mönkeberg mit 30 Mitgliedern.

Jugendliche direkt ansprechen

Anderswo werden es immer weniger. 15 Wehren meldeten zuletzt akute Nachwuchssorgen, wie Ohrt in seinem Jahresbericht festhält. Kritisch: Fünf Jugendwehren haben weniger als zehn Mitglieder. „Da muss man im Dorf von Haus zu Haus gehen und die Leute direkt ansprechen“, empfiehlt Ohrt.

Neben dem Motto „retten, löschen, bergen, schützen“, also der feuerwehrtechnischen Ausbildung, stehen vor allem Sport- und Spielveranstaltungen im Vordergrund. Ohrt hebt besonders den Teamgeist hervor. „Es ist toll, sich gemeinsam mit anderen einzubringen.“

Kreiszeltlager und Seifenkistenrennen

Ein besonderes Erlebnis in diesem Jahr wird das Kreiszeltlager. Es findet alle drei Jahre statt. Vom 12. bis 19. Juli geht es diesmal nach Grömitz, 240 Anmeldungen liegen bisher vor. Wer noch nicht in der Jugendfeuerwehr dabei ist, aber vor dem Sommer noch eintritt, kann noch mitfahren.

Und noch ein Höhepunkt ist geplant, berichtet Ohrt. Erstmals soll am 9. Mai ab 10 Uhr ein großes Seifenkistenrennen in der Gemeinde Panker stattfinden. Man kann sich dafür sogar landesweit anmelden.

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