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Plön Highlandrinder fahren Floß
Lokales Plön Highlandrinder fahren Floß
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17:30 16.11.2019
Von Signe Hoppe
Die Highlandrinder haben einen Sommer lang Biotoppflege auf zwei Inseln im Lanker See betrieben und den Bewuchs kurzgehalten. Das Floß bringt sie wieder nach Hause. Quelle: hop
Lanker See

Dichter Nebel liegt über dem Lanker See als sich am Samstagmorgen ein ungewöhnlicher Bootsverband dem Strandbad nähert. Ein Rettungsboot der Freiwilligen Feuerwehr Preetz schiebt ein Metallfloß mit starken Gittern auf das Ufer zu.

Schon von weitem ist lautes Muhen zu hören. Die erste von insgesamt vier Boottouren bringt drei Robustrinder zurück. Sie haben den Sommer auf der Insel Appelwarder verbracht, um diese vor der völligen Verbuschung zu bewahren.

Seit zwölf Jahren stellt der Highlanderhof Kiene aus Behrensdorf im Auftrag des Naturschutzbundes Preetz-Probstei seine Rinder für die Landschaftspflege zur Verfügung. Ebensollange sind die Kameraden der Preetzer Wehr im wahrsten Sinne des Wortes mit im Boot.

Mit fünf Mann gewährleistet Michael Papke, Fachwart für Wasserrettung, den sicheren Transport der jungen Bullen. „Für uns bietet der Auf- und Abtrieb der Rinder die Möglichkeit zur Ausbildung“, erklärt Papke. „Wir üben den Transport von schweren Lasten in einem Schubverband, Knoten, Navigation und die Handhabung des Bootes.“

Vom Inselleben aufs Floß

Die Rampe wird heruntergelassen und Karsten Kotthaus und Andreas Fischer vom Highlanderhof treten beherzt auf die Bullen zu und ergreifen den Strick. Etwas wiederstrebend lassen sich die zottelliegen Tiere in den am Ufer wartenden Transporter ziehen. Auf den Inseln wurden die Rinder am Tag zuvor eingefangen und in Gatter gesperrt.

„Wenn wir die heute erst fangen müssten, würde das viel zu lange dauern“, sagt Andreas Fischer. Die Kiene-Mitarbeiter kümmern sich das ganze Jahr um die Tiere, füttern zwischendurch von Hand und mit dem Eimer. So klappt die zweimal im Jahr stattfindende Bootstour reibungslos. „Bisher haben wir noch immer alle mitbekommen – entwischt ist uns noch keins“, sagt Fischer.

Biotoppflege auf vier Beinen

Es fängt an zu regnen. Im elf Grad kalten Wasser stehen zwei Feuerwehrkameraden in Tauchanzügen und Schutzkleidung und schieben das Floß ins Wasser. Durch den Nebel geht es wieder raus auf den See. Nabu-Vorsitzender Harald Christiansen erklärt: „Wenn wir auf den Inseln nichts machen würden, dann verschwinden geschützte Pflanzen durch den Verdrängungsprozess.“

Die Highlander halten die Landschaft offen. Gut für die Echte Schlüsselblume Primula veris auf Appelwarder. Gut für die bodenbrütenden Vögel auf der Möweninsel. Seit mindestens 25 Jahren engagiert sich der Nabu für die Inseln. Christiansen: „Wir versuchen klare Biotopziele in Absprache mit dem Kreisumweltamt zu erreichen.“ Den Highlandrindern ist das gleich. Sie hatten einen schönen Sommer auf den Inseln im Lanker See.

Klicken Sie hier, um weitere Fotos von der Überfahrt der Rinder auf einem Floß auf dem Lanker See zu sehen.

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