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Plön Erweiterung der Kita statt Neubau
Lokales Plön Erweiterung der Kita statt Neubau
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19:58 13.12.2019
Von Silke Rönnau
Ein Anbau an den Kindergarten Wühlmäuse in Lehmkuhlen soll Platz schaffen für eine neue U3-Gruppe. Quelle: Julian Stratenschulte
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Lehmkuhlen

Derzeit sind in der Kita Lehmkuhlener Wühlmäuse zwei Gruppen mit einer Sollstärke von 20 Plätzen untergebracht. Alle Gemeindevertreter sind sich einig, dass auch noch eine U3-Gruppe eingerichtet werden soll.

Die Meinungen gehen nur darüber auseinander, ob dies in einem Anbau mit einer geplanten Fläche von rund 100 Quadratmetern geschehen soll oder ob ein Neubau langfristig nicht doch geeigneter wäre.

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Die CDU hatte den Antrag gestellt, Angebote für einen Neubau, der möglichst auf dem Gelände des bisherigen Umspannwerks errichtet werden solle, einzuholen und die Kosten mit denen für eine Erweiterung zu vergleichen.

25 Jahre alter Systembau in Leichtbauweise

Das 25 Jahre alte Gebäude sei ein Systembau in Leichtbauweise. Die Gemeinde sollte zumindest Schätzungen über den künftigen Instandhaltungsaufwand anstellen, forderte Fraktionsvorsitzender Hinrich von Donner.

Er beklagte, dass der Antrag nicht im zuständigen Ausschuss diskutiert worden sei. „Der jetzige Bau ist im Hinblick auf Ausstattung und Größe nicht mehr zeitgemäß“, kritisierte er. „Und wir haben in Zukunft an diesem Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr.“

Außerdem werde der Außenbereich deutlich verkleinert, während gleichzeitig die Zahl der Kinder um 25 Prozent steige. Die Gemeinde überarbeite derzeit das Baulandkonzept, sodass es in den kommenden Jahren zum Zuzug junger Familien kommen könnte. Deshalb wünsche man sich eine ergebnisoffene Prüfung. 

Gleser: Gemeinde kann Neubau nicht wuppen

„Wir können das nicht wuppen in der Größenordnung“, beurteilte dagegen Strategieausschussvorsitzende Kerstin Gleser (Wählergemeinschaft WGL '94). Das Land gehöre der Gemeinde. Wenn man einen Neubau an anderer Stelle errichte, könne man das bisherige Grundstück, das direkt neben der Schule liegt, nicht veräußern.

Bisher könne die Kita in Trent auch mit relativ günstigen Beiträgen punkten, das wolle man erhalten. Der Antrag der CDU wurde mit zwei zu zehn Stimmen abgelehnt.

Mit zehn zu zwei Stimmen wurde anschließend der Beschlussvorschlag durchgewunken, auf Grundlage der vorgelegten Ideenskizze ein Planungsbüro zu beauftragen. Auch eine Bodenuntersuchung steht noch an. Die Verwaltung wird gebeten, Fördermöglichkeiten zu ermitteln und einzuwerben.

Wahlstorf beteiligt sich an den Kosten

Der Anbau soll möglichst zum Start des Kindergartenjahres 2021/22 eröffnet werden. „Mit dem Anbau sind wir für die Zukunft gut aufgestellt, wir wollen den Standort mit Kindergarten und Schule in Trent stärken“, betonte Bürgermeister Günter Frehse. Ein gutes Signal sei auch die Bereitschaft der Gemeinde Wahlstorf, sich zu beteiligen.

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