Lehmkuhlen: Kita-Anbau muss neu geplant werden
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Lehmkuhlen: Kita-Anbau muss neu geplant werden

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13:17 27.04.2021
Von Silke Rönnau
Foto: Der Anbau an den Kindergarten „Lehmkuhlener Wühlmäuse“ in Trent verzögert sich.
Der Anbau an den Kindergarten „Lehmkuhlener Wühlmäuse“ in Trent verzögert sich. Quelle: Silke Rönnau
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Lehmkuhlen

Der Ärger war Bürgermeister Günter Frehse deutlich anzumerken. Am 30. November sei ein Schreiben des Kreises mit Datum vom 14. Oktober bei der Amtsverwaltung Preetz-Land eingegangen, dass eine Barrierefreiheit für den gesamten Kindergarten „Lehmkuhlener Wühlmäuse“ erforderlich sei.

Die Gemeinde plant einen Anbau an das bestehende, über 25 Jahre alte Gebäude hinter der Grundschule im Ortsteil Trent. Neben den beiden bestehenden Ü3-Gruppen soll noch eine U3-Gruppe eingerichtet werden.

Baubeginn erst ab 3. Mai

„Das bedeutet, dass der Architekt, der bereits den Bauantrag mit Statik und Auftrag an acht Gewerke auf den Weg gebracht hatte, alles komplett neu machen muss“, bedauert Frehse. Der Baubeginn sei nun für den 3. Mai geplant. „Wir wollten eigentlich direkt nach den Sommerferien mit dem Betrieb starten, das hat sich nun komplett zerschlagen – das ist eine Katastrophe“, erklärt der Bürgermeister.

Dazu komme, dass die Gemeinde den Vertrag mit der evangelischen Kirchengemeinde zur Spielstube in Rethwisch zum 1. September gekündigt habe. Nun sei man mit der Kirche im Gespräch, um die Spielstube doch noch länger laufen zu lassen.

„Ich bin überzeugt, dass wir eine Einigung erzielen werden, die Kinder werden untergebracht.“ Allerdings gehe er nicht davon aus, dass die Gemeinde mit den bisher veranschlagten Baukosten von 610.000 Euro für den Erweiterungsbau auskommen werde. „Es werden deutlich höhere Kosten entstehen“, schätzt Frehse.

Zum Glück sei die Jahresrechnung 2020 deutlich besser als erwartet ausgefallen, sodass 130.000 Euro der Rücklage zugeführt werden könnten. Auch der Nachtragshaushalt gestaltete sich positiver als geplant. Deshalb beschloss die Gemeindevertretung, 200 Meter Gehweg in Trent neu pflastern zu lassen.

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Grünes Licht für neue Baugrundstücke

Außerdem machte sie den Weg frei für neue Baugrundstücke. Im Innenbereichs- und Entwicklungsgutachten (IEGA) waren mögliche Baupotenziale in den vier Ortsteilen aufgeführt worden.

Nun will ein Investor im Fliederweg in Falkendorf eine Fläche von rund 7000 Quadratmetern für Doppel- und Einfamilienhäuser entwickeln. Diese Fläche war im IEGA bereits mit hoher Priorität gekennzeichnet. „Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist groß“, so Frehse.

Die Gemeindevertretung gab ihr Einverständnis wie auch für einen zweiten, rund 12.000 Quadratmeter großen Grünlandbereich in Trent, der ebenfalls als potenzielle Wohnbaufläche ausgewiesen ist.

Erschließung der Eiskellerkoppel abgelehnt

Abgelehnt wurde dagegen ein Antrag von Investoren, die Eiskellerkoppel in Rethwisch zu erschließen. Die Gemeinde plant dort selbst im Bereich zwischen Sportplatz und Feuerwehr eine Ortskernentwicklung.

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