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Plön Kaserne eine Trümmerlandschaft
Lokales Plön Kaserne eine Trümmerlandschaft
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17:34 09.05.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Der Abriss der Mannschaftsunterkünfte in der Lütjenburger Kaserne ist abgeschlossen. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

Immer wieder gehen Neugierige am Bauzaun vorbei, um einen Blick auf die enormen Schuttberge zu werfen. Der Anblick sei schon etwas Besonderes, findet auch der stellvertretende Bürgermeister Thomas Hansen. „So muss es in Berlin am 8. Mai 1945 ausgesehen haben.“ Auch persönlich habe ihn der Anblick bewegt. Zwei Jahre diente er als Soldat in der Kaserne, ging auf Wache und schlief auch in den Unterkünften. „Das liegt nun alles auf der Seite.“

Rücksicht auf Fledermäuse

Die Trümmerberge über mehrere Hektar sind auch den Fledermäusen geschuldet, die in und an den Unterkunftsgebäuden gelebt haben. Die Naturschutzbehörde hatte der Stadt als Eigentümer die strenge Vorgabe gemacht, bis spätestens Ende April die Gebäude niedergerissen zu haben. Später bestand die Gefahr, dass die Tiere in den Zwischenräumen der Mauer ihren Nachwuchs großziehen. In so einem Fall hätte ein Baustopp gedroht.

Daher ging der Abbruch vor, so Thomas Hansen. Das Abfahren des Materials sei nachrangig gewesen. Für die Fledermäuse stehen Ausweichquartiere bereit. Sie werden also nicht heimatlos. Auch während der Abbrucharbeiten schauten Biologen nach, ob in den Zwischenwänden Fledermäuse lebten, die sich noch in der Winterruhe befanden. 

Anwohner beklagen Belästigung durch Staub

Als Problem erwies sich die Staubentwicklung beim Einreißen und Zerkleinern der Ziegel und Mauern. Der trockene April ohne Regen verschärfte die Situation. Das Material war knochentrocken. Vor allen Dingen vor Ostern habe es bei entsprechenden Winden aus dem Wohngebiet Hochmode Beschwerden gegeben, so Hansen. Die Arbeiter versuchten mit Wasserschläuchen, die Staubentwicklung zu dämpfen. Hilfe erhielten sie dabei von der Feuerwehr, die zur besseren Versorgung eine Schlauchleitung vom nahen Gerätehaus legte. Auch in den nächsten Wochen und Monaten ist bei der Beseitigung der Schuttberge mit Staubentwicklung zu rechnen.

Große Nachfrage nach Grundstücken

Wenn der Schutt weggeräumt ist, lässt die Stadt eine neue Erschließungsstraße im oberen Teil anlegen. Danach kann mit der Vermessung und der Verkauf der Parzellen begonnen werden. 40 bis 45 Grundstücke entstehen auf dem Gelände. Sie sind gedacht für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Je nachdem, was nachgefragt wird. Platz ist auch für leises Gewerbe. Angst, auf den Grundstücken sitzen zu bleiben, hat die Stadt nicht. Die Nachfrage nach Flächen in Lütjenburgs neuem Stadtteil sei groß, so Thomas Hansen

Fotostrecke: Kaserne eine Trümmerlandschaft
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