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Plön Urban Sketching in einer Industriebrache
Lokales Plön Urban Sketching in einer Industriebrache
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17:44 18.07.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Christa Arnold liebt Details. Hier zeichnet sie eine alte Holztür audf dem ehemaligen Brennerei-Gelände in Lütjenburg.
Lütjenburg

Der Begriff Urban Sketching stammt aus den USA, wo die weltweite Bewegung 2007 ihren Anfang nahm. Künstler wollen mit ihren Zeichnungen die Geschichte ihrer Umgebung zeigen. Die Lütjenburger Künstlerin Margrit Niemann benutzt zwar auch die englische Bezeichnung, setzt aber ein deutsches Wort dazu: „Stadtskizzen“.

Hunderte von Motiven für Hobbykünstler

Die sieben Teilnehmer an diesem Tag zieht die Atmosphäre auf dem Gelände der früheren Kornbrennerei D. H. Boll in ihren Bann. Das Hauptgebäude stammt aus dem Jahr 1889 und ist ein architektonisches Schmuckstück. Die Brennerei steht unter Denkmalschutz. Seit 1994 ist der Betrieb an diesem Standort eingestellt. Seitdem sind die Gebäude im Stil der Gründerzeit ungenutzt. Wilder Wein überwuchert alte Reklameschilder und Laternen. Fenster fehlen. Uralte Türen mit Verzierungen sind noch vorhanden. Die Urban Sketcher stehen vor Hunderten von Motiven.

Schon als Kind liebte Christa Arnold das Malen

„Ich mag gerne Details“, sagt Christa Arnold. Sie hat sich als Motiv eine kleine Tür ausgesucht, von der die Farbe abblättert. Aber auch eine einzelne Distel gleich nebenan an einer Mauer findet ihr Interessen. Schon als Kleinkind hat die frühere Sozialversicherungsfachangestellte mit Leidenschaft gemalt und gezeichnet. Die gebürtige Augsburgerin fotografiert auch viel. Auch hier findet sie ihre Motive im Details. Ansonsten ist sie auf keine Kunsttechnik fixiert: „Ich probiere alles aus.“ Die heute in Lütjenburg lebende Arnold kennt die alte Brennerei vom Vorbeigehen. Sie hat einen Spitznamen für das Gebäude: das sprechende Haus. „Die Tauben darin sprechen“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Anke Drzyzga ist hingegen eine Anfängerin in Sachen Zeichnen. „Das ist mein allererster Zeichenkursus“, sagt die Berlinerin, die in ihrer Heimatstadt als Schulsekretärin arbeitet und an der Hohwachter Bucht Urlaub macht. „In den Ferien ist man entspannter und wohl auch kreativer.“ Sie widmet sich mit Stift und Papier einer Fassade mit wildem Wein. Das Brennerei-Gelände hat auch sie bisher nur von außen gesehen. „Charmante Gebäude“, sagt sie zu der Architektur. 

Urban Sketching in Lütjenburg noch bis August

Der Kursus mit Margrit Niemann läuft unter dem Dach der Lütjenburger Volkshochschule. Deren Leiterin Bodil Skotte Lund sind darin ein gutes Angebot an Urlauber. „Das ist doch schön: Ein selbstgemachtes Souvenir aus einer Stadt, in der ich Urlaub gemacht habe.“

Das Urban Skechting geht noch weiter: Interessierte treffen sich noch bis zum 7. August jeweils mittwochs vor der Tourist-Info auf dem Lütjenburger Marktplatz.

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