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Plön Förderantrag bestanden, bald wird gebaut
Lokales Plön Förderantrag bestanden, bald wird gebaut
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12:21 03.09.2019
Von Frida Kammerer
Die Marina Wendtorf von oben. Die drei Häuser im Vordergrund lassen erahnen, wie es hier einmal aussehen soll. Quelle: Ulf Dahl
Wendtorf

Dabei liegt der Förderanteil bei 70 Prozent – beantragt wurden eigentlich 60 Prozent. Die Gemeinde Wendtorf zahlt einen Eigenanteil von zehn Prozent (431.000 Euro), jeweils zehn Prozent zahlen die beiden Investoren ShipShape von Henning Eberhardt und Planet Holding von Sven Hollesen.

Noch ist der Förderantrag von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz nicht unterzeichnet, aber die Chancen stehen gut. Der Antrag wurde von der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein bereits geprüft: "Wir erwarten den Förderbescheid im Herbst", sagt Wendtorfs Bürgermeister Claus Heller erfreut.

Marina Wendtorf: Investor will im Herbst anfangen zu bauen

Auch Investor Sven Hollesen freut sich, dass es endlich losgehen kann. Rund 30 Millionen Euro nimmt der Däne dafür in die Hand, 25 Planer sind beschäftigt. "Wir wollen alles tun, um jetzt so schnell wie möglich anzufangen", sagt Hollesen. Als Starttermin peilt er Oktober 2019 an.

Die ganze Front am Hafen soll als erster Bauabschnitt anstehen. Auf den bisherigen Sandflächen, wo noch Büsche wuchern und Autos parken, entstehen dann Neubauten, die von Dan Center verwaltet werden.

Die Marina in Wendtorf wirkt schon lange etwas heruntergekommen. Die Pläne eine schöne Promenade zu bauen, die zum Flanieren einlädt, liegen in der Schublade, doch bisher ist noch kein Bagger angerollt. In der vergangenen Förderperiode sollte schon die Promenade der Marina saniert werden, doch der Fördertopf war leer, bevor die Marina die zugesagten Gelder bekommen hat. 

70 Wohneinheiten und eine Villa im Wasser

Da wo jetzt noch gähnende Leere ist und Besucher des Hafens der Marina ihr Auto abstellen können, sollen demnächst große Ferienhäuser stehen. Investor Hollesen will mit seiner Firma Planet erst Sand aufschütten und so die Moorlinsen, die unter der Marina liegen, zusammendrücken. Auf Pfählen können dann die Häuser mit den 70 Wohneinheiten gebaut werden. Eine Villa wird sogar ins Wasser gebaut. Vorgesehen sind auch Räume für Waschgelegenheiten, eine Bäckerei, Ladengeschäfte und Platz für gastronomische Angebote.

"Alles soll mit Blick aufs Wasser gebaut werden", erklärt Hollesen das Konzept. Eine Indoor-Spielhalle soll Familien auch bei schlechtem Wetter unterhalten. "Wir freuen uns, dass es endlich vorangeht." Hollesen will die Bagger erst loslegen lassen, wenn der Bescheid für die Förderung der Promenaden-Sanierung vorliegt.

Der aktuelle Stand der Marina Wendtorf.

Wenn die Fördergelder offiziell genehmigt sind, kann der Auftrag zur genauen Detailplanung europaweit ausgeschrieben werden. Besonders muss dabei der Deich als Hochwasserschutz im Fokus stehen: Er darf bei den Bauarbeiten weder unterhöhlt, noch auf eine andere Art destabilisiert werden.

Leitungen, die unter der Marina langlaufen, müssen im Laufe der Bauarbeiten erneuert werden. Die momentanen Entwässerungsleitungen sind im Freigefälle verlegt – das Abwasser befindet sich im freien Fall. Ein neues, geschlossenes Drucksystem soll dieses ersetzen. Weiterhin sichert das zusätzlich den Küstenschutz

Grundstücke müssen noch aufgeräumt werden

Doch die großen, leeren Flächen am Eingang, die die Marina besonders heruntergewirtschaftet aussehen lassen, gehören nicht der Gemeinde, die Investoren sind dafür verantwortlich. "Wir sind nicht zufrieden mit dem Zustand, vor allem der Eingang der Marina lädt Touristen nicht grade ein", sagt Heller.

Die Grundstücke wirken verwildert, zwischen den Gehwegplatten wächst hüfthoch das Unkraut, doch Heller sind die Hände gebunden: "Es sind nicht unsere Grundstücke, die Besitzer müssen sie pflegen." Die momentan unschönen Grundstücke sollen erst später bearbeitet werden, eine der beiden Straßen wird dann stillgelegt. "Dann werden wir das Grundstück auch aufräumen", verspricht der Investor.

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