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Plön Spezialmörtel ebnet die Wege
Lokales Plön Spezialmörtel ebnet die Wege
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10:00 10.09.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
René Wilde, Andreas Pump, Joachim Meicher und Jochen Sauvant (von links) bereiten die Pflastersteine für den Mörtel vor.
Lütjenburg

Auf dem Marktplatz und in anliegenden Straßen sind kleine Gehweg-Schneisen auf dem Kopfsteinpflaster entstanden, die älteren Menschen den Weg über das Pflaster erleichtern, ohne dass der Charakter des Marktplatzes darunter gelitten hat. 

Bürgermeister Dirk Sohn: „Es hoppelt nicht mehr so doll.“ Er sieht darin einen weiteren kleinen Schritt zu einer barrierefreien Stadt Lütjenburg. In der Vergangenheit senkte der Bauhof bereits die Bürgersteige an Überwegen ab. 

Seniorenbeirat und Bauausschuss diskutierten das Thema

Der Seniorenbeirat und der Bauausschuss diskutierten in der Vergangenheit immer wieder über die Unebenheiten auf dem Markt und die Beschwerlichkeiten vor allem für ältere Mitbürger. Es war dann aber Zufall und ein kaputtes Pflaster, das die Stadt auf diese Idee brachte. Die Steine der Straßenrinne in der Niederstraße drückten sich immer wieder hoch. Die Baufirma rückte an und beseitigte die Schäden mit speziellem Pflasterfugenmörtel. Aus Kulanzbasis. Aber der Mörtel fiel sofort auf, weil er das Problem mit den Ritzen beseitigte. Bürgermeister Sohn ließ Bauhofleiter Jochen Sauvant eine Eimer mit der Mischung kaufen und verlegen.

Viel Handarbeit im Spiel

Das ist ziemlich mühsam und reine Handarbeit. Die Bauhofsmitarbeiter müssen zunächst die Fugen zwischen den Steinen bis auf eine Tiefe von 30 Zentimetern auskratzen. Erst dann wird die Masse in die Fugen gestrichen.

Material wird zunächst getestet

Bürgermeister Sohn spricht zunächst von einer Testphase. Wie verhält sich das Material im Winter? Reißt der Frost Löcher in den Mörtel? Hält er wirklich einer Belastung mit 40 Tonnen aus, wie vom Hersteller versprochen? Erst danach soll entschieden werden, ob weitere Flächen aufgefüllt werden.

Das Material ist nicht ganz billig. Rechnet man noch den Stundenlohn der Mitarbeiter des Bauhofes hinzu, kostet die räumlich überschaubare Versiegelung rund 10.000 Euro.

Sohn sieht aber im Hinblick auf eine alten- und behindertengerechte Innenstadt in der Zukunft noch ähnlichen Handlungsbedarf. Und ein öffentliches Gebäude liegt ihm am Herzen. Das Standesamt am Marktplatz. Bei Hochzeiten müssen sich viele Frauen in Stöckelschuhen über das Pflaster quälen. Mit dem Spezialmörtel wäre das vorbei.

Die CDU hat sich als erste Fraktion der Lütjenburger Stadtvertretung offiziell zur Zukunft der Straßenausbaubeiträge geäußert. Die Partei will die umstrittene Abgabe nicht abschaffen, wohl aber absenken.

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