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Plön Eintöpfe sind heiß begehrt
Lokales Plön Eintöpfe sind heiß begehrt
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07:00 03.01.2017
Von Silke Rönnau
Andrea Mattern (von links) und Andrea Jedicke haben Erbsensuppe gekocht, die Marktleiterin Dagmar Thiele-Gliesche gerne kostet. Quelle: Silke Rönnau
Kirchbarkau

„Es ist unser generelles Prinzip, dass wir nicht viel wegwerfen, sondern möglichst verwerten wollen“, erklärt Andrea Jedicke, die ehrenamtlich in dem im Oktober wiedereröffneten Laden aushilft, den Grundgedanken des Markttreffs. Das saisonale Gemüse biete sich dazu geradezu an. „Was optisch nicht mehr 1a für die Kunden ist, muss man doch nicht gleich wegschmeißen.“ Deshalb habe man schon im Vorwege geplant, in der neuen kleinen Küche mit dem extra angeschafften Thermomix deftige Eintöpfe und Suppen zuzubereiten. „Es gibt im Ort kein Restaurant mehr, und solche Eintöpfe sind beliebt“, sagt sie.

 Seit Ende Oktober bieten Andrea Jedicke, Andrea Mattern, Astrid Gäthje und Susanne Blechschmidt immer dienstags von 11.30 bis 13.30 das Essen an. Ein halber Liter Suppe kostet 3 Euro – egal welcher Art. Zubereitet werden zwei verschiedene Varianten: eine mit Fleisch und eine vegetarische Suppe. Die Kunden können gleich im kleinen Café essen oder die Mahlzeit mit nach Hause nehmen. Behälter werden gegen ein Pfand ausgegeben, man kann aber auch eigene Gefäße mitbringen.

 Die Entscheidung, was gekocht wird, fällt immer sehr kurzfristig. „Wir schauen am Montag durch, wie es mit dem Gemüse aussieht“, so Jedicke. So standen bereits Chinakohl-, Steckrüben-, Hack-Porree- oder Champignoncremesuppe auf dem Speiseplan. Alles wird frisch zubereitet. „Wir fangen morgens um 9 Uhr an und kochen 20 bis 30 Liter.“ Wenn allerdings viel Gemüse zu putzen ist, dann bereiten sie das Essen manchmal auch schon am Montagabend vor.

 Schon zehn Minuten vor der eigentlichen Ausgabezeit kommen die ersten Kunden: „Können wir schon was bekommen?“ Andrea Jedicke gibt das Essen gemeinsam mit Markttreff-Betreiberin Dagmar Thiele-Gliesche aus. „Bisher haben wir nie etwas übrig behalten“, sagt diese. Inzwischen hat die Gruppe schon viele Stammkunden von jung bis alt. „Die Älteren nehmen das Angebot gerne an, weil sie solche kleinen Mengen nicht allein für sich kochen, und die Jüngeren genießen das schnelle Mittagessen“, hat Andrea Jedicke festgestellt.

 Der Erlös fließt in den Markttreff, der von einer Bürgergenossenschaft unterstützt wird. „Wir haben aber auch überlegt, ob man ein Projekt an der Schule unterstützen kann“, so Jedicke. Das Essen stütze noch einmal das Wir-Gefühl, das durch die Genossenschaft entstanden sei. „Man lernt im Markttreff auch die anderen Dörfler kennen“, freut sie sich. „Es ist hier wie eine große Familie, man kennt alle“, meint auch Andrea Mattern. Und fügt schmunzelnd hinzu: „Man sollte Zeit für einen Klönschnack mitbringen.“

 Susanne Blechschmidt findet es gut, ehrenamtlich etwas dazu beizusteuern, dass der Markttreff noch attraktiver in der Region auftreten kann und zu einem Anziehungspunkt wird. „Wir auf dem Land müssen das unterstützen, sonst haben wir hier nichts mehr.“ Außerdem mache es Spaß, gemeinsam zu kochen, stellt sie fest. Wer Interesse hat mitzukochen und gute Rezepte hat, darf sich gerne beim Suppen-Team melden.

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