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Plön Bald autofreie Innenstadt in Preetz?
Lokales Plön Bald autofreie Innenstadt in Preetz?
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12:01 14.06.2019
Von Silke Rönnau
Preetz soll ein Mobilitätskonzept bekommen. Ein erster Vorschlag lautet, die Innenstadt autofrei zu gestalten (hier der Blick von der Stadtkirche auf die Kirchenstraße). Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Der Beschluss, ein Mobilitätskonzept zu entwickeln, war aus der Debatte um die Einführung von Parkgebühren in Preetz entstanden. Dabei sollen unterschiedliche Maßnahmen für eine klimafreundliche Stadt beleuchtet werden.

Einiges sei bereits angeschoben worden, erläuterte Bürgermeister Björn Demmin in der Sitzung. So habe man nach Auswertung eines von Pastor Christoph Pfeifer initiierten Fragebogens für Senioren einen Shuttle-Service für ältere Menschen zu Veranstaltungen wie dem Schusterfest angeboten. „Leider war die Nachfrage gleich null“, bedauerte er.

Die Mobilität für Senioren soll weiterhin im Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule, Soziales, Gleichstellung beleuchtet werden. Weitere Themen sind unter anderem Busverbindungen, Schulwegsicherheit und Schülerbeförderung (Schultaxis von Eltern).

Parkraum- und Radverkehrskonzept im Blick

Der Ausschuss Wirtschaft, Sport, Kultur befasst sich mit der Umfrage unter Firmen zu Stellplätzen für Autos und Fahrräder. „Die Auswertung wollen wir in der nächsten Sitzung vorlegen“, kündigte Demmin an. Der Bauausschuss befasst sich mit dem Radverkehrskonzept, der Ausschuss für Natur- und Klimaschutz mit dem Lastenfahrradprogramm, Öffentlichkeitsarbeit (Bewusstseinswandel) und Maßnahmen aus dem Klimaschutz. Der Haupt- und Finanzausschuss will die Ersatzbeschaffung von Dienstfahrzeugen als E-Auto prüfen.

Den größten Berg an Themen hat der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau vor sich. Er kümmert sich um die Optimierung des Stadtbusverkehrs (Umbau von Bushaltestellen, kostenloser Bus am Wochenende, komplett kostenloser ÖPNV, Überplanung der Taktung), Fahrradabstellmöglichkeiten in der Innenstadt, E-Ladesäulen, Parkraumkonzept, Fußwege, Bahnverkehr (Taktung und Haltepunkte).

Bürgerbeteiligung mit Workshops

Damit liegt viel Arbeit vor den Ausschussmitgliedern. Sie habe gedacht, dass der Auftrag für ein Mobilitätskonzept an ein Planungsbüro gehe und man anschließend die Ergebnisse diskutiere, erklärte Inga Goldammer (Grüne). Es mache ja wenig Sinn, wenn der eine Ausschuss mehr Radverkehr möchte und der andere sich mit mehr Parkraum beschäftige. Ihr Fraktionskollege Franz Furkert sagte, er könne sich eine Bürgerbeteiligung mit Workshops vorstellen. Dazu brauche es aber eine externe Begleitung. „Wir können ja nicht schon vorher die Richtung festlegen.“

Demmin entgegnete, dass man mit diesem großen Strauß an Themen keinen Gutachter bekomme. „Wir finden kein Büro unter dem Motto: Mach’ uns mal ein Mobilitätskonzept“, betonte er. Die Vorarbeit müsse in den Ausschüssen geleistet werden, dann könne man bei bestimmten Punkten das Fachwissen dazu holen. Dafür gebe es auch Fördertöpfe.

Ausschussmitglieder regen Leitbild an

„Ich vermisse eine Leitlinie, eine Perspektive, wie wir den Verkehr gestalten wollen“, kritisierte Anke Johanßon (SPD). Preetz sei eine Pendlerstadt und eng mit dem Umland verknüpft – dieses Thema finde sie nicht wieder. Der Haupt- und Finanzausschuss soll ein Leitbild erarbeiten. „Meine Befürchtung ist, dass wir sonst in einem Jahr viele Antworten haben, aber kein Konzept.“

Man könne Schwerpunkte setzen, meinte Hans-Jürgen Gärtner (CDU). „Ich will die Innenstadt frei haben von Autos“, erklärte er. Solche Ziele seien bei einigen unbeliebt, vielleicht kosteten sie auch Wählerstimmen – aber man müsse mal Entscheidungen treffen. Wenn es das Ziel sei, dass der Radverkehr zunehme, müsse man den Radlern eben mehr Platz einräumen.

Kristian Klinck (SPD) schlug vor, die Zuordnung der Aufgaben auf den Weg zu bringen – die letztendlich einstimmig beschlossen wurde – und fraktionsübergreifend über ein gemeinsames Ziel zu sprechen.

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