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Plön Von Parkräumen bis zu Mitfahrbänken
Lokales Plön Von Parkräumen bis zu Mitfahrbänken
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16:39 05.11.2019
Von Silke Rönnau
Im Mobilitätskonzept soll es auch um Parkräume in Preetz – hier der Cathrinplatz – gehen. Quelle: Ulf Dahl
Preetz

Das Mobilitätskonzept solle die konkrete Umsetzung von verkehrlichen Maßnahmen vorbereiten und koordinieren, erläuterte Marret Bähr die Pläne in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauplanung. „Da gibt es noch viel Potenzial für Reduktion.“ Der letzte Verkehrsentwicklungsplan sei mittlerweile über 20 Jahre alt.

Dabei sollten alle Mobilitätsbereiche und -mittel unter dem Motto „Klimaschutz und Lebensqualität“ beleuchtet werden. Da gehe es unter anderem auch um autoarme Wohnquartiere und Parkräume in der Innenstadt.

Radschnellweg von Kiel über Preetz nach Plön

Weitere Ideen wären ein Radschnellweg von Kiel über Preetz nach Plön, eine Mobilitätsstation am ZOB, die Neuauflage des Rad- und Fußverkehrskonzepts sowie die Entwicklung von individuellen und lokalen Mobilitätsnetzwerken.

Es gebe bereits erste ehrenamtliche Bürger- und Gemeindebusprojekte sowie Initiativen wie die Mitfahrbänke, die aber nur ungenügend vernetzt seien.

Eine Konzentration auf den motorisierten Individualverkehr sei nicht mehr zeitgemäß. Deshalb stünden die Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel und die Förderung nachhaltiger Fortbewegungsmethoden im Vordergrund, so Marret Bähr.

Radverkehr und ÖPNV sollen attraktiver werden

Ziel sei ein innovatives und nachhaltiges Handlungskonzept mit der Reduzierung von verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen, Sicherung von Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen und Attraktivitätssteigerung von Fuß- und Fahrradverkehr sowie ÖPNV. In die Entwicklung einzelner Maßnahmen soll die Bevölkerung mit eingebunden werden.

Den Entwurf für das Mobilitätskonzept hat Marret Bähr in Abstimmung mit dem Mobilitätsmanagement Kiel-Region, dem Mobilitätsmanagement Kreis Plön und der Stadtverwaltung erstellt. Der Bauausschuss habe Mittel in Höhe von 80.000 Euro dafür in den Haushalt eingestellt. Der Entschluss, so ein Konzept aufzustellen, war im Rahmen der Debatte um Parkgebühren gefallen.

Eine Förderung der Aktivregion sei bis zu einer Höhe von 80 Prozent möglich, allerdings sei dabei die Zusammenarbeit mit mindestens zwei weiteren Kommunen erforderlich. Dafür böten sich Schellhorn und Pohnsdorf an.

Der Zeitplan sehe vor, dass Ende 2019 ein Leistungsverzeichnis erstellt werde. 2020 stünden die Fördermittelanträge, Ausschreibung und Vergabe an. „Mit Glück sind wir Ende 2020 fertig und könnten mit den ersten Maßnahmen in die Umsetzung gehen“, so die Klimaschutzmanagerin.

Ausschuss will Umland mit ins Boot holen

Wolf Bendfeldt (FWG) regte an, Pendler aus dem Umland mit zu berücksichtigen. Viele Besucher der Schwimmhalle, Schulen, Arztpraxen oder Apotheken kämen nicht aus Preetz.

„Wir sollten die Stadtgrenzen nicht als Konzeptgrenzen betrachten, sondern alle unmittelbar angrenzenden Gemeinden mit einbeziehen.“ Aufgrund der noch ungeklärten Förderzuschüsse regte er einen Sperrvermerk im Haushalt an.

„Das ist gut angelegtes Geld“, warb Henning von Schöning (Grüne) für das Mobilitätskonzept. „Mit dem Konzept wird nicht ein Gramm CO2 gespart“, kritisierte dagegen Holger Slomka (FDP).

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