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Plön Fischerei-Infopavillon wird erweitert
Lokales Plön Fischerei-Infopavillon wird erweitert
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18:00 17.05.2019
Von Nadine Schättler
Jochen Kewitz (links) und Gerhard Draasch freuen sich auf die Erweiterung ihres Fischerei-Infopavillons am Möltenorter Hafen. Die Hoffnung auf ein richtiges Museum haben sie nicht aufgegeben. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Die Mitglieder des Fördervereins Fischereigeschichte Möltenort und des Trägervereins Erlebniszentrum Fischerwelt sind begeistert: Für den geplanten Ausbau haben sie bereits die finanzielle Unterstützung durch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) und die Bingo Umweltlotterie zugesichert bekommen, die einen Großteil der Kosten für die Modernisierung der Ausstellung mit den Schwerpunkten Fischerei damals und heute sowie Nachhaltigkeit in der Fischerei übernehmen wollen. Weitere Mittel für das Projekt und den Betrieb des Mini-Museums sollen nach Auskunft von Jochen Kewitz vom Trägerverein Erlebniszentrum Fischerwelt Möltenort zunächst über den Kreis Plön beantragt werden. „Wir hoffen auch auf die weitere Unterstützung durch die Gemeinde.“

Fischerei-Infopavillon in Möltenort wird für vier Wochen geschlossen

Bereits im Juni wird der etwa 45 Quadratmeter große Infopavillon, den die Vereinsmitglieder als „Keimzelle“ für ein größeres geplantes Fischereimuseum in Möltenort betrachten, vier Wochen lang für den Umbau geschlossen. „Danach wird man hier nichts mehr wiedererkennen“, sagt Fischer Gerhard Draasch, Vorsitzender des Fördervereins Fischereigeschichte. Als ehemaliger Flüchtling aus Ostpreußen, der Ende des zweiten Weltkrieges mit seinem Kutter und seiner Familie in Möltenort gelandet ist, ist er maßgeblich an den Inhalten der neuen Ausstellung beteiligt. Filmsequenzen von etwa drei bis vier Minuten zeigen zukünftig auch Bilder aus seiner alten Heimat und Ausschnitte eines Interviews. „Wir haben sechs bis sieben Filme mit Interviews von alten Heikendorfer Fischern“, erzählt Draasch. Von denen leben nur noch er und Berufskollege Manfred Schock.

Doch weil Möltenort nach dem Krieg einer der größten Fischereihäfen an der Ostsee war, ist den Mitgliedern von Träger- und Förderverein viel daran gelegen, das Ziel eines größeren Museums nicht aus den Augen zu verlieren. Die Erweiterung des Infopavillons sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, so Jochen Kewitz: „Sämtliche Einbauten sind so konzipiert, dass sie später in eine größere Ausstellung übertragen werden können.“ Noch gibt es für dieses Projekt, für das sich die Vereinsmitglieder mehr Grundfläche wünschen, allerdings keinen Standort.

Hörstationen und Multimedia-Konzept sollen Besucher nach Möltenort locken

Bis dahin wird der Fischerei-Infopavillon mit Hörstationen und einem Multimedia-Konzept sowie Backskisten und passgenauen Schubkästen an den Wänden für (seltene) Exponate aufgewertet. „Wir hoffen, dass unsere Ausstellung dadurch attraktiver wird“, sagen die Vereinsvorsitzenden. Allein in dieser Saison seien an acht Wochenenden 140 Besucher gekommen. Tendenz steigend. „Zukünftig werden wir das Angebot auch mit Flyern bewerben“, erklärt Kewitz das neue Konzept, für das die Ehrenamtlichen professionelle Unterstützung bekommen durch das Kieler Designbüro Jahnke, das auch das Multimar Wattforum in Tönning entworfen hat.

Neueröffnung des Fischerei-Infopavillons am 20. Juli

Zeitnah soll der Pavillon von Außen in seiner Gestaltung durch Fischschwärme und ein großes Logo aufgewertet werden. Zunächst liegt der Fokus aber im Inneren des Gebäudes, das nach dem Umbau im Juni durch ein flexibles und multifunktionales Raumkonzept auch für Vorträge und kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann. Außerdem ist eine Station zum Fühlen und Puzzeln für Kinder geplant.

Die Neueröffnung des Fischerei-Infopavillons soll am 20. Juli sein.

Hier sehen Sie Impressionen vom Fischerei-Infopavillon am Möltenorter Hafen.
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