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Plön Silvester mit Scampis und Feuerwerk
Lokales Plön Silvester mit Scampis und Feuerwerk
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07:35 28.12.2019
Von Nadine Schättler
Kim Frahm vom Strandhotel Seeblick und Service-Angestellte Sabrina Parting wollen mit Gästen und Besuchern in Möltenort auf den Jahreswechsel anstoßen. Geplant ist auch ein zehnminütiges Feuerwerk. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

„Die neue Promenade ist ein großer Gewinn für uns alle“, sagt Peter Zantopp, Geschäftsführer der Nordischen Eismanufaktur. Er betreibt unter anderem das Sommerhaus am Möltenorter Hauptstrand und möchte erstmals auch Silvester bis 16 Uhr in Heikendorf öffnen, nächstes Jahr nach Bedarf vielleicht länger. „Atmosphärisch ist das da unten der Hammer“, meint er und bietet seinen Gästen Champagner und Scampis vom Grill zum Jahreswechsel an. Außerdem wird es das gesamte Sommerhaus-Angebot mit hausgemachtem Eis und selbstgemachten Kuchen geben. „Jeder Gastronom hat sein eigenes Konzept, aber wir kooperieren und sprechen uns ab“, sagt Zantopp, der die Vielfalt besonders reizvoll findet.

Gäste aus ganz Deutschland und Dänemark

Im benachbarten Strandhotel Seeblick bereitet sich Geschäftsführer Kim Frahm nach den Weihnachtsfeiertagen auf den nächsten großen Ansturm vor. „Wir merken die steigende Nachfrage von Gästen, die an der Ostsee Silvester feiern möchten, definitiv“, berichtet der Hotelchef. Alle Betten seien belegt, die 100 Karten für das Silvesterbüfett restlos ausverkauft. „Wir hätten auch 200 bis 300 verkaufen können.“ Doch das Strandhotel möchte seinen familiären Flair bewahren. Neben vielen Heikendorfer Gästen, die mitunter sogar im Hotel übernachten, werden zu Silvester Besucher aus ganz Deutschland und aus Dänemark erwartet. Viele reisen aus Großstädten an, um die Ruhe der Ostsee zu genießen.

Traum vom offiziellen zentralen Feuerwerk platzte

Um Mitternacht will der Geschäftsführer in diesem Jahr wieder ein zehnminütiges Feuerwerk ausdrücklich für alle Heikendorfer am Hauptstrand entzünden. Hintergrund ist eine Idee von Heikendorfs Ex-Bürgermeister Alexander Orth (SPD), der auf einem Neujahrsempfang vor knapp drei Jahren seine Vision von einem großen gemeinsamen Silvester-Feuerwerk über der Kieler Förde darlegte. Mit einer Spendenaktion wollte er das Projekt gegen unkontrollierte Böllerei im ganzen Ort umsetzen. Doch das Sparschwein blieb fast leer. Daraufhin verkündete der neue Bürgermeister Tade Peetz (CDU) das Aus für das Feuerwerk.

Für Kim Frahm, der bereits auf seiner Homepage und mit Flyern geworben hatte, musste eine Alternative her, die im vergangenen Jahr trotz schlechten Wetters gut ankam. „Gefühlt war das halbe Dorf unten am Strand. Wir hatten eine gemütliche Stunde“, sagt er. Daher gibt es in diesem Jahr um Mitternacht eine Neuauflage. Geplant sei auch, so der Gastronom, parallel Glühwein und Bratwurst anzubieten. Bereits am Vormittag öffnet der Seeblick Beach Kiosk von etwa 10 bis 17 Uhr mit den üblichen Snack- und Getränke-Angeboten. „Das Wetter soll gut werden. Wir verfolgen die Prognosen täglich“, meint Frahm.

Möltenort mausert sich zum Hotspot für den Jahreswechsel

Wer das Restaurant „Das kleine Strandhaus“ in Möltenort besuchen möchte, kommt bereits zu spät. Geschäftsführerin Jeannette Prey hat die letzten Tickets für das Silvestermenü im Sommer verkauft. Sie freut sich, dass auch vor ihrem Restaurant etwas los ist. „Möltenort ist um null Uhr ein richtiger Hotspot.“

Aus Sicht der Polizei verliefen die Silvesternächte am Möltenorter Strand bisher allerdings friedlich. „Der Bereich zeigt sich mehr und mehr von seiner schönen Seite“, sagt der stellvertretende Dienststellenleiter in Heikendorf, Roger Adomat. Grundsätzlich sei man zu Silvester auf alles eingestellt. „Wir sind mit Sonderstreifen unterwegs und werden auch den Strand beobachten.“

Gemeinde Heikendorf hält sich raus

Die Gemeinde Heikendorf selbst hält sich bisher aus dem Party-Programm zum Jahreswechsel heraus. „Die Initiativen der Gastronomie sind eine willkommene Bereicherung für den Tourismusstandort Heikendorf“, sagt Kristin Reischke, Tourismusbeauftragte vom Amt Schrevenborn. Wegen der steigenden Nachfrage gebe es auch von Gemeindeseite verschiedene Überlegungen zur Attraktivitätssteigerung während der Nebensaison, nicht aber speziell an Silvester. „Diese wollen wir in den nächsten Jahren sukzessive umsetzen.“

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