Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Plön Mühlen-Café bleibt vorerst stehen
Lokales Plön Mühlen-Café bleibt vorerst stehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:13 24.06.2014
Von Hans-Jürgen Schekahn
Idyllisch gelegen, aber nicht nicht mehr ganz zeitgemäß. Das Mühlen-Café bleibt von einem Abriss verschont. Quelle: dsn
Grebin

Das Problem: Die Gemeinde erwarb das seit längerem geschlossene Mühlen-Café für 175000 Euro, um sich auf dem markanten Mühlenberg die Planungshoheit zu sichern. Der Optimismus verflog allerdings schnell. Eine Machbarkeitsstudie für die zukünftige Nutzung fiel ernüchternd aus. Bei allen vorgeschlagenen Varianten riet der Planer dazu, das Objekt abzureißen.

 Der Neubau eines Cafés oder von Seniorenwohnungen wäre allerdings für die Gemeinde mit einem großen finanziellen Risiko verknüpft. Diese Wege wollen die Grebiner nun nicht mehr gehen, sondern setzen auf eine kostengünstige Renovierung.

 Die positive Nachricht in der Sitzung: Es gibt viele Ideen, das Problem anzupacken und zu lösen. Der Grebiner Tom Steffen machte den Vorschlag, eine Genossenschaft oder einen Verein zu gründen, der sich um das Mühlen-Café kümmert und vielleicht auch bei der Sanierung anpackt.

 Die Kunsterzieherin Marie Weißert möchte aus der Mühle und dem Café in der Nachbarschaft einen Platz für die Kunst machen. Sie stellte ihre Pläne in der Sitzung erstmals öffentlich vor. Sie möchte gemeinsam mit anderen Künstlern Kurse geben und Ausstellungen organisieren. Mit einem ständigen Café-Betrieb kann sie sich allerdings nicht anfreunden. „Das Gebäude ist zu klein dafür, als dass man davon leben kann.“ Immerhin erhielt sie am Ende ihres Vortrags spontan den Beifall der Gemeindevertreter und der Zuschauer.

 Der Bürgermeister ist zuversichtlich, einen Café-Betreiber zu finden. Die Vertretung stimmte zu, in Fachzeitschriften Annoncen aufzugeben. Als möglichen Eröffnungstermin nannte Usinger den 1. März 2015.

 Der Kaufpreis für das Mühlen-Café und die unsichere Aussicht auf eine Nutzung riefen zuletzt auch den Steuerzahlerbund auf den Plan. Er wandte sich mit einem Fragenkatalog (Bauzustand, Finanzierung und weitere Entwicklung) an die Gemeinde, um einer möglichen Verschwendung von Steuergeldern auf die Spur zu kommen. Ein Antwortschreiben liegt dem Steuerzahlerbund bereits vor.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!