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Plön Noch läuft der Wolf am Kreis Plön vorbei
Lokales Plön Noch läuft der Wolf am Kreis Plön vorbei
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14:36 05.02.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Bisher nur ein seltener Gast im Kreis Plön: der Wolf. Quelle: Swen Pförtner
Kreis Plön

Warum gibt es bisher nur eine gesicherte Wolfsmeldung aus dem Kreis Plön? Ein Foto eines Wolfes bei Rendswühren?

Fritz Heydemann: Es ist wahrscheinlich, dass bei uns auch weitere Wölfe aufgetaucht sind, für die es aber keine gesicherten Nachweise gibt. Dafür, dass sich Wölfe im Kreis Plön bislang rar gemacht haben, könnte folgenden Grund haben: Das nächstgelegene Rudel, dass sich in den vergangenen Jahren regelmäßig fortgepflanzt hat, lebt auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen im westlichen Mecklenburg. Das ist von der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein ungefähr 30 Kilometer entfernt. Von dort wandern Wölfe eher in die südlichen Landesteile ein, also über den Kreis Herzogtum-Lauenburg beispielsweise in Richtung des Kreises Segeberg. Eine aktuelle zweite Wander-Achse führt vom westlichen Dänemark herunter. Der Kreis Plön liegt damit eher an der Peripherie dieser Wolfsrouten. Das ist jedoch eher eine Mutmaßung. Das muss nicht heißen, dass es so bleiben wird.

Würde sich der Wolf denn hier im Kreis Plön heimisch fühlen, ein Rudel gründen?

Wölfe haben sich zwar an die Anwesenheit des Menschen angepasst, können also auch in einer dichter besiedelten Kulturlandschaft existieren. Im Kreis Plön fehlen jedoch umfangreiche ruhige Bereiche, die zur Fortpflanzung, also zur Bildung eines Rudels benötigt werden, um die Welpen geschützt aufzuziehen. Bestandteil aller Reviere der in Deutschland lebenden Wolfsfamilien sind sehr große, ungestörte Komplexe wie ehemalige Truppenübungsplätze oder ausgedehnte Waldgebiete von meist mehreren tausend Hektar. Solche Gebiete haben wir im Kreis Plön nicht, so dass eine erfolgreiche Rudelgründung bei uns unwahrscheinlich erscheint. Außerdem ist die Verkehrsdichte hoch. Der Straßenverkehr ist für Wölfe aber der Mortalitätsfaktor Nr. 1.

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