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Plön Essbare Schätze zum Selberpflücken
Lokales Plön Essbare Schätze zum Selberpflücken
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15:33 01.10.2018
Von Signe Hoppe
Frauke Anders-Gehrke vom Nabu gibt Tipps für allerlei Essbares in der Natur. Quelle: Signe Hoppe
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Preetz

Die hochstämmigen alten Apfelsorten in den Streuobstwiesen tragen gut. Bei Selbstpflückern seien Haushaltsmengen gestattet, so Gerhard Depner und Frauke Anders-Gehrke vom Nabu. Ihr Appell: Keine Äste runterreißen oder Obst abschlagen. Sind die Früchte beschädigt, werden sie faul.

Die Schlehensträucher biegen sich unter ihrer Last. Wenn die dunkelblauen Früchte nach dem ersten Frost geerntet werden, schmecken sie milder. Die Tiefkühltruhe tue es aber auch, erklärt Depner. Schlehen enthalten viel Pektin und gelierten gut. Sie verfeinern Marmeladen, Apfelmus und geben einen hervorragenden Schlehenlikör.

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Hagebutten könnten bis in den Frühling gepflückt und roh gegessen werden, sagen die Nabu-Experten. „Aber erst die behaarten Kerne entfernen.“ Depner: „Weißdorn gilt als herzstärkend, die Früchte sind roh essbar und schmecken süß-säuerlich. Getrocknet als Tee werden sie bei Herz- und Kreislaufstörungen angewendet.“

Für eine fantasievolle Herbstdekoration eignet sich der rankende Hopfen. Wird er noch grün gepflückt und schnell getrocknet, dann behält er seine schöne Farbe.

Auf den Wiesen ist nach dem trockenen Sommer der Spitzwegerich neu ausgetrieben. Nach einer Brennesselverbrennung oder einem Insektenstich lindert er, zerrieben und auf die Haut aufgetragen, Schmerzen und Juckreiz. Anders-Gehrke: „Die Blätter und Blüten werden für Tee getrocknet oder zusammen mit Zucker oder Honig und Wasser zu Spitzwegerichsirup gekocht. Das hilft gut bei hartnäckigem Husten.“

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