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Plön "Fledermäusen mehr Zeit geben"
Lokales Plön "Fledermäusen mehr Zeit geben"
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10:00 20.02.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Mückenfledermäuse verzögern den Abriss der Unterkünfte auf dem Kasernengelände in Lütjenburg. Quelle: dsn:Dirk Schneider
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Lütjenburg

Juhnke lobt zunächst in einer Stellungnahme die Stadt Lütjenburg für das Aufstellen von sogenannten „Raketen“. Das sind Lärchenholz-Konstruktionen, die an der Spitze eines Eisenpfahls angebracht sind. Axel Kramer aus Dahme hat sie konstruiert. Juhnke: „Sie funktionieren gut, wie etwa im Plöner Schlossgebiet bewiesen wurde. Nichtsdestotrotz braucht es mitunter etwas Zeit, bis diese Quartiere angenommen werden.“

Fledermäuse sind neugierig

Die Fledermäuse könnten nicht umgesiedelt werden, sondern müssten selbst die Ersatzquartiere entdecken und akzeptieren, so der Nabu-Fledermausexperte. Einzelne Tiere mögen zwar bald in den Raketen und weiteren Bauwerken nachzuweisen sein. Fledermäuse seien von Natur aus neugierig. Die Winterquartiere würden aber erst im August angeflogen und umschwärmt, um die Eignung zu prüfen. Sie würden zu Winterbeginn, sobald die Insekten ausbleiben, aufgesucht. 

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Den Tieren ein Jahr Zeit geben

Juhnke hält das anvisierte Zeitfenster für den Abriss von Mitte März bis Ende April für zu knapp. Werde es im März noch richtig kalt, könnte sich der Auszug der Fledermäuse verzögern. Man müsse den Tieren ein Jahr Zeit geben, ihre neuen Quartiere zu finden.

Biologen hatten zuletzt im Januar Vorkommen von Fledermäusen in den Gebäuden nachgewiesen und den Abrissstopp ausgelöst.

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