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Plön Fargauerin hilft traumatisierten Kindern
Lokales Plön Fargauerin hilft traumatisierten Kindern
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06:00 15.04.2019
Von Silke Rönnau
Cornelia Beck aus Fargau (Gemeinde Fargau-Pratjau) hilft traumatisierten Kindern in Mosambik. Quelle: Privat
Fargau

„Vieles steht noch unter Wasser, überall sind Wasserlachen“, erzählt sie frühmorgens am Telefon in Beira, bevor sie wieder zum nächsten Einsatzort aufbricht. Und trotzdem fehlt Wasser – Trinkwasser. In den Camps der Hilfsorganisationen bitten Kinder und Erwachsene um etwas zu essen und zu trinken.

Traumatische Erlebnisse abwaschen

Manche Kinder seien bereits apathisch, andere reagierten aggressiv. „Man sieht, dass die Menschen immer dreckiger werden, denn das saubere Wasser ist nur zum Trinken da, nicht zum Waschen“, erzählt die 59-jährige Fargauerin. „Das Wasser fehlt, um auch mal die traumatischen Erlebnisse abwaschen zu können.“

Cornelia Beck, Mutter von vier erwachsenen Kindern und beim Paritätischen Wohlfahrtsverband tätig, engagiert sich seit mehreren Jahren ehrenamtlich im Notfallpädagogik-Team. Sie war bereits zwei Mal in einem Flüchtlingscamp in Kenia sowie in Indonesien im Einsatz. Nun startete sie am 5. April mit dem Flieger von Frankfurt über Addis Abbeba und Maputo nach Beira.

Workshops für Lehrer

Am dortigen Flughafen habe es ein Lagezentrum für die einzelnen Hilfsorganisationen gegeben, erzählt sie. Sie selbst wurde in Camps und an die Samora-Machel-Schule geschickt, an der 5000 Schüler in drei Schichten unterrichtet werden. Dort habe man in Vorträgen und Workshops Lehrer aus 64 Primary Schools aus der Provinz Sofala für traumatisierte Kinder sensibilisiert.

Kinder aus der Erstarrung lösen

„Ich arbeite dabei über die sinnliche Wahrnehmung“, erklärt sie. Sie zeige den Lehrern Übungen mit Liedern, „damit man in Bewegung kommt“. Auch ohne Dolmetscher habe sie sich mit den Lehrern verständigen können. „Ich habe über Augenkontakt und Gesten eine Beziehung hergestellt.“ Mit diesen Übungen und Liedern versuche sie, die Kinder zum Lachen zu bringen, um sie aus ihrer Erstarrung oder Aggression zu lösen.

Bäume umgefallen, Dächer abgedeckt

„Wir sind ein Team von zwölf Leuten und international aufgestellt“, berichtet Cornelia Beck. Auf dem Weg zu den Einsätzen beobachteten sie die Aufräumarbeiten. Holz werde gesammelt und verbrannt. „Viele Bäume sind abgeknickt, Dächer abgedeckt, die Strommasten stehen schief.“ Sie habe eine Frau getroffen, die ihr gezeigt habe, wo ihre Hütte stand. „Da ist jetzt nichts mehr.“ Die Armut in dem ländlichen Bereich sei wirklich tragisch.

Die Fargauerin bleibt noch bis zum 19. April in Mosambik. Sie freue sich darüber, dass sie die Chance habe, anderen Menschen zu zeigen, wie sie die Nöte der Kinder verstehen könnten. „Die Familien sind mit Aufräumen beschäftigt und damit, alles wieder aufzubauen oder einfach zu überleben – da fallen die Kinder oft hinten runter.“

Hilfe für traumatisierte Kinder nach dem Zyklon in Mosambik
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