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Plön Wie lässt sich die Kita besser schützen?
Lokales Plön Wie lässt sich die Kita besser schützen?
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14:35 12.07.2019
Von Nadine Schättler
Der Bauwagen der Naturgruppe musste wegen zahlloser feiner Glassplitter nach dem Angriff komplett leergeräumt werden. Quelle: Nadine Schättler
Mönkeberg

Zwei Tage nach dem Vorfall, bei dem Unbekannte die Fensterscheiben eines Bauwagens eingeschlagen sowie Tipis und Hochbeete der Kinder zerstört haben, schlagen die Wellen im Gemeindekindergarten „Die Eichhörnchen“ noch immer hoch. „Eltern und Erzieher sind entsetzt“, informiert Mitarbeiterin Melanie Mahmems in Vertretung der Kita-Leiterin Jennifer Störmer, die zusammen mit der Naturgruppe auf einer Fahrradtour unterwegs ist. „Wir haben Ausflugswoche und egal wo wir hinkommen, wir werden auch außerhalb von Mönkeberg sehr viel von den Leuten angesprochen“, erzählt Mahmems über das Mitgefühl der Menschen. Viele würden betroffen reagieren. Auch Anja Voßhall vom Förderverein Gemeindekindergarten „Die Eichhörnchen“ berichtet von Trauer und Unverständnis. „Das, was da passiert ist, hat nichts mehr mit einer Standort-Entscheidung zu tun, sondern richtet sich direkt gegen die Kinder. Das ist wirklich niederträchtig“, sagt sie. Zusammen mit der Kita-Leitung und den Eltern versuche man jetzt, den Mädchen und Jungen neuen Mut zu machen. „Die wesentliche Botschaft ist, jetzt machen es es noch schöner. Wir haben viel Zuspruch von Anwohnern und aus dem ganzen Ort bekommen und wollen den Kindern zeigen, dass so eine Tat nicht gewinnt.“

Mönkebergs Bürgermeisterin Hilla Mersmann fordert mehr Schutz

Eine der wichtigsten Fragen, die viele Beteiligte umtreibt, ist die nach dem Schutz vor weiteren Angriffen. Bereits im März war es auf dem Gelände zu Zerstörungen gekommen. „Die Polizei arbeitet auf Hochtouren. Aber auch auf politischer Ebene müssen wir diskutieren, was wir tun können, um dieses Gelände zu schützen“, erklärt Mönkebergs Bürgermeisterin Hilla Mersmann. In der gesamten Gemeinde mache sich nach der nächtlichen Tat „blankes Entsetzen“ breit. Bürger drücken ihr Mitgefühl aus und zeigen sich bereit, Geld für den Wiederaufbau zu spenden. „Wir als Gemeinde stehen voll und ganz hinter dem ausgewählten Standort und dem Kindergarten“, betont die Politikerin. In der Vergangenheit hatte es mitunter heftige Kritik an der Entscheidung für den Bolzplatz gegeben, der auf einer Hälfte des Naturgeländes erhalten geblieben ist.

Kieler Sicherheitsdienstleister bietet Hilfe an

Auch ein KN-Leser hat bereits seine Hilfe angeboten. Der Geschäftsführer eines Kieler Sicherheitsdienstleisters hält ein spezielles Alarmsystem für Außengelände, das komplett drahtlos und immun gegen Kleintiere funktioniert, als eine zuverlässige Lösung. „Wir haben damit in anderen Bereichen sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt er. Die Installation einer solchen Anlage zum Einkaufspreis und eine Aufschaltung zur Notrufzentrale möchte er kostenlos anbieten. „Es hat mich über alle Maßen schockiert, dass es Menschen gibt, die derartige Taten in diesem Umfang zum wiederholten Male begehen.“

Noch kein konkreter Tatverdacht

Die Polizei indes ermittelt auch nach Hinweisen von Anwohnern weiter in dem Fall. Einen konkreten Tatverdacht gibt es nach Angaben von Polizeisprecher Oliver Pohl derzeit nicht, Details können aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgegeben werden. „Wir bitten jedoch immer so schnell wie möglich den Polizeiruf 110 zu wählen und nicht lange zu warten“, so Pohl.

„Von Null aufgebaut. Man hängt dran“, sagt Traute Scheibel, Senioren-Chefin des Autohauses Scheibel in Lütjenburg. Vor 50 Jahren begann ihr Mann Rudolf als ein Ein-Mann-Betrieb in einem Hinterhof. Heute führt Sohn Michael das Renault-Geschäft auf einem 4000 Quadratmeter großen Grundstück.

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Plön Sie sind mit dem Radl da - Bayerisches Ehepaar auf Deutschlandtour

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