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Plön Kampf gegen den Riesen-Bärenklau
Lokales Plön Kampf gegen den Riesen-Bärenklau
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19:31 25.06.2018
Von Silke Rönnau
Niels Jensen von den Naturfreunden Schleswig-Holstein demonstriert im Klosterforst in Pohnsdorf, wie man beim Riesenbärenklau mit einer Machete erst die Blätter und dann die Dolde abschlägt. Quelle: Silke Rönnau
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Pohnsdorf

„Die invasive Art bedroht Natur und Menschen“ – unter dieser Überschrift hatten die Naturfreunde in den Klosterforst eingeladen, um vorzuführen, wie der Riesen-Bärenklau fachgerecht und wirksam ohne den Einsatz von Giften dauerhaft beseitigt werden kann. Die Herkulesstaude, wie sie auch genannt wird, verdränge zunehmend heimische Pflanzenarten und die daran gebundenen Tierarten.

„Im Gegensatz zum in Europa heimischen Wiesen-Bärenklau verursacht der Riesen-Bärenklau beim Berühren schwerste Verbrennungen“, sagt Ina Walenda vom Landesverband. Schuld sind Inhaltsstoffe im Saft der Pflanze. In Kombination mit Sonneneinstrahlung führen diese zu starken Verbrennungen.

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Die Naturfreunde wollen deshalb darüber informieren, wie der Riesen-Bärenklau mit möglichst wenig Aufwand und ohne den Einsatz von Pestiziden erfolgreich bekämpft werden kann, erläutert Experte Niels Jensen. Dafür gebe es zwei Methoden: Bei der ersten – vor allem geeignet bei kleinen Beständen zum Beispiel in Privatgärten – kommt der Spaten zum Einsatz. Die ausgegrabene Pflanze könne liegen bleiben, so lange die Wurzel keinen Kontakt zum Boden habe, betont er.

Bei der zweiten Methode setzt er die Machete ein. Zuerst schlägt er die Blätter ab, zum Schluss die Dolde. Solange die Pflanze blühe, seien noch keine Samen vorhanden, deshalb könne man auch diese Pflanzenreste vor Ort lassen. Seien aber schon Samen ausgebildet, sollte man die Dolde in einen Sack stecken.

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