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Plön Holzwürmer im Dachstuhl
Lokales Plön Holzwürmer im Dachstuhl
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15:39 09.10.2015
Von Peter Thoms
Die Geschäftsführerin des Naturparks Holsteinische Schweiz, Thea Daubitz, nimmt ihre Arbeit vorerst mit nach Hause, weil sie ihr Büro vorsichtshalber nicht betreten darf. Quelle: Peter Thoms
Plön

Die typischen kleinen Holzspan-Häufchen, die beim Auswechseln einer Lampe entdeckt worden waren, ließen bei Thea Daubitz, der Geschäftsführerin des Naturparkvereins, die Alarmglocken schrillen. Ein eilends hinzugezogener Ingenieur empfahl nach kurzer Untersuchung der offenliegenden Dachkonstruktion, einen Baubiologen hinzuzuziehen und bis zur abschließenden Beurteilung den Raum vorsichtshalber für die Öffentlichkeit zu sperren. Daher wurden alle Veranstaltungen der kommenden Wochen abgesagt, und auch in den Herbstferien werden interessierte Besucher vor verschlossenen Türen stehen.

 Diese reine Vorsichtsmaßnahme hat vorübergehend Folgen für den Geschäftsbetrieb des Naturparkvereins: Neben der Geschäftsführerin haben dort drei Teilzeitkräfte sowie eine Absolventin des Freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ) ihre Arbeitsplätze, die nun geräumt wurden. Die Mitarbeiter haben ihre Computer und Aktenordner mit nach Hause genommen.

 Die Eigentümer der denkmalgeschützten Gebäudes, die Marius-Böger-Stiftung, hatte das Haus 1996 grundlegend saniert. Der Dachstuhl war im Zuge der Arbeiten komplett heruntergenommen und aufwendig saniert worden, wie man einer Hinweistafel im Eingangsbereich des Ausstellungsraumes entnehmen kann.

 Der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, Jens Hollborn, teilte auf Nachfrage von KN-online mit, dass man den Sachverhalt erst mit Fachleuten erörtern wolle, bevor man weitere Entscheidungen treffe.

 Der Verein „Naturpark Holsteinische Schweiz“ wurde 1986 gegründet, um den Erholungswert des Naturparkgebietes zu verbessern und die Eigenart und Schönheit der Landschaft zu erhalten. Zu den Schutz- und Pflegemaßnahmen gehörten unter anderem eine Studie zum umweltfreundlichen Wasserwandern, die Anlage ökologischer Badestellen und Naturlehrpfade, neue Wanderwegverbindungen sowie der Bau von Aussichtsplattformen zum Schutz von ökologisch sensiblen Bereichen.

 Mitgliedskommunen des Naturparks sind die Städte Plön, Eutin und Bad Segeberg sowie die Gemeinden Ascheberg, Bösdorf, Dersau, Grebin, Nehmten, Rathjensdorf und Selent im Kreis Plön, Bosau, Kasseedorf, Malente, Schönwalde am Bungsberg und Süsel im Kreis Ostholstein sowie Blunk, Bornhöved, Damsdorf, Glasau, Klein Rönnau, Krems II, Nehms, Rohlstorf, Schmalensee, Seedorf, Stipsdorf, Stocksee, Tensfeld, Travenhorst und Wensin im Kreis Segeberg.

Mit 320 Flüchtlingen aus zehn Nationen ist die Flüchtlingsunterkunft Schloss Salzau mittlerweile voll belegt. „Wir haben hier eine entspannte und friedliche Atmosphäre“, sagt Christian Pagel, Leiter der DRK-Betreuung. Damit das so bleibt, arbeite man verstärkt daran, Freizeitaktivitäten anzubieten.

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