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Plön Land sieht CDU-Forderungen kritisch
Lokales Plön Land sieht CDU-Forderungen kritisch
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06:00 28.03.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Das Uhrenhaus  im  Schlossgebiet beherbergt die Ausstellung des Naturparks Holsteinische Schweiz. Sie wird nach Eutin verlegt. Quelle: Dirk Schneider/Archiv
Kreis Plön

„Aus Sicht des Landes ist die Gründung eines neuen Naturparks innerhalb der bestehenden Naturparkgrenzen aufgrund derzeit bestehender Unstimmigkeiten unter den Mitgliedern nicht sinnvoll und zweckmäßig“, heißt es auf Anfrage aus dem Kieler Umweltministerium. 

Eine Spaltung des bisherigen Naturparks Holsteinische Schweiz in zwei separate Naturparks sei aus fachlicher Sicht weder nachvollziehbar noch naturräumlich begründbar. Eine Verpflichtung zur Ausweisung eines Naturparks seitens des Landes bestehe nicht.

Sechs Naturparks in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gibt es derzeit sechs Naturparks. Dazu gehören neben der Holsteinischen Schweiz die Regionen Westensee, Hüttener Berge, Schlei, Aukrug und Lauenburgische Seen. Alle umfassen eine zusammenhängende Landschaft mit gemeinsamen Naturbezügen. Ein Naturparkverein Holsteinische Schweiz nur im Kreis Plön würde aus Sicht des Landes nicht in dieses Konzept passen.

Gespräche laufen weiter im Hintergrund

Auslöser für die CDU-Forderung im Kreis Plön war der Streit innerhalb des Naturparkvereins, nachdem eine Mehrheit mit den Kreisen Segeberg und Ostholstein an der Spitze eine Verlegung der Naturausstellung von Plön nach Eutin durchgesetzt hat. Der Kreis Plön, die Stadt Plön und weitere Kommunen des Kreises kündigten daraufhin ihre Mitgliedschaft. Sie wollen einen Platz für Umweltbildung in Plön erhalten. Derzeit laufen Gespräche im Hintergrund, wieder eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Grüne: Potenzial nur gemeinsam nutzen

Die Grünen kritisieren den CDU-Vorschlag. „Die CDU hat sich verrannt“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, Axel Hilker. In der Wahrnehmung der Touristen gebe es nur eine Holsteinische Schweiz. Dieses Potenzial könne man in der Region nur gemeinsam nutzen und nicht gegeneinander.

Aber auch die Grünen sehen die Verlegung des Naturparkhauses von Plön nach Eutin als „ärgerlich“ an. Jetzt komme es aber darauf an, eine von allen Mitgliedern des Vereins getragene Lösung zu finden, die den Verlust des Naturparkhauses in Plön angemessen kompensiert.

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