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Plön Werbeaktion für Feuerwehr erfolgreich
Lokales Plön Werbeaktion für Feuerwehr erfolgreich
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17:13 04.02.2020
Von Dirk Schneider
Nehmtens Bürgermeister Johannes Hintz (links) und Wehrführer Martin Herzog (vorne rechts) konnten beim Übungsabend neben den wenigen „alten“ Aktiven auch viele neue Mitglieder und einige interessierte Zuschauer begrüßen. Quelle: Dirk Schneider
Nehmten

Zum Infoabend im September kamen zunächst nur zwei Neue, einer blieb. Hintz fand sich mit diesem Ergebnis nicht ab, führte viele Gespräche und rekrutierte zum Jahreswechsel acht Neuzugänge. Vier weitere potenzielle Bewerber sind in der Warteschleife.

„Ich wollte nicht als Bürgermeister in Erinnerung bleiben, der in der Gemeinde die Pflichtwehr einführen musste“, erzählt Hintz. Aber auch als langjähriger und engagierter Feuerwehrmann sorgte er sich um die Zukunft seiner Wehr. „Wir hatten über 100 Bürger im Alter zwischen 18 und 60 Jahren angeschrieben, da war mir diese Rückmeldung einfach zu wenig“, verrät Hintz. Und so suchte er den persönlichen Kontakt.

Die meisten drucksten erst einmal herum

Wenn er jemanden aus der Zielgruppe traf, habe er die Frage gestellt: „Sag mal, hast Du im Sommer eigentlich keine Post von der Gemeinde bekommen? Ich habe Dir doch einen Brief geschrieben. Kannst Du Dir vorstellen, unserer Feuerwehr zu helfen?“ Die meisten Angesprochenen hätten erst einmal herumgedruckst und um Verständnis gebeten. Viele verwiesen auf ihre berufliche Situation, manche auf andere Ehrenämter oder nur auf fehlende Zeit. „Einige hatten's auch am Herzen oder einfach nur Rücken“, berichtet Hintz. Andere hätten sich aber überzeugen lassen, zunächst völlig unverbindlich bei ein, zwei, drei Übungsabenden vorbeizuschauen und sich selbst ein Bild zu machen. Und diese Strategie scheint zu funktionieren.

„Aktuell zählen wir bereits 19 Aktive, wenn die vier Zuschauer auch noch mitmachen, haben wir unsere Truppe binnen sechs Monaten verdoppelt“, meint Wehrführer Martin Herzog. „So einen Schub hatten wir schon lange nicht mehr.“ Dieser Zulauf sei allerdings auch dringend notwendig, um die Einsatzfähigkeit der Wehr erhalten und gewährleisten zu können. Dazu zähle jetzt auch, die meisten Neuzugänge aus- und weiterzubilden.

Bereits im März will Tobias Ullrich-Kraft den ersten Truppmann-Lehrgang besuchen. „Ich fühle mich hier gut aufgenommen. Die Kameradschaft ist toll, und man hat das Gefühl, etwas Gutes für die Gemeinschaft zu tun“, sagt der 42-jährige Ingenieur.  Auch Steffen Knaack ist direkt nach dem ersten Übungsabend in die Wehr eingetreten. „Die haben mich einfach überzeugt, dass es das Richtige ist und sie einen Elektriker gut brauchen können“, erzählt der 29-Jährige.

„Einmal Feuerwehrmann, immer Feuerwehrmann“

Mit Christian Auth bekommt Wehr sogar einen bereits ausgebildeten Feuerwehrmann. Nach dem Umzug aus Dörnick nach Nehmten sei er erst mal mit Hausbau und Einleben beschäftigt gewesen. Nach dem Gespräch mit Hintz sei seine Reaktivierung nach kurzer Auszeit keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit gewesen. „Einmal Feuerwehrmann, immer Feuerwehrmann“, meint Auth.

Ole Süfke spielte schon lange mit der Idee, in die Feuerwehr einzutreten. Berufsausbildung, Bundeswehr, Studium, Übernahme eines eigenen Betriebs und viele private Gründe – immer habe es irgendeinen guten Grund gegeben, dieses Engagement noch ein Jahr zu schieben. „Doch eigentlich ist immer das Jetzt der richtige Zeitpunkt, um mitzumachen“, sagt Süfke.

Johannes Hintz und Martin Herzog hoffen, dass sich dieses Denken durchsetzen wird. Denn in den kommenden Jahren würden weiter altgediente Kameraden aus dem aktiven Dienst ausscheiden. „Wir brauchen ständig Nachwuchs“, betont Hintz der 2021 die Altersgrenze für den aktiven Dienst erreichen wird. Auch 55-jährige Neuzugänge seien willkommen: „Die können noch zehn, elf, zwölf Jahre im aktiven Dienst unterstützend tätig sein.“ Und die Zahl der Frauen sei steigerungsfähig. „Aktuell sind die Damen mit zwei Aktiven etwas unterrepräsentiert“, sagt Hintz. Vielleicht zündet ja hier die nächste Charmeoffensive.

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