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Plön Paradies für Insekten neben der Straße
Lokales Plön Paradies für Insekten neben der Straße
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14:30 22.05.2019
Von Silke Rönnau
Heike Jappe und Hinrich Kay vom Kommunalbetrieb Preetz, die hier den Perlmuttstrauch präsentieren, haben sich für das insektenfreundliche Beet eingesetzt. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

„Es gab hier in früheren Zeiten schon mal ein Beet, das 1988 angelegt wurde“, erzählt Gärtnerin Heike Jappe vom Kommunalbetrieb Preetz. Doch die Fläche wurde beim Ausbau der Pohnsdorfer Straße 2013 und 2014 als Lagerplatz für die Materialien genutzt.

Aus Kostengründen Rasen gesät

„Danach wurde aus Kostengründen Rasen gesät“, erinnert sich Kommunalbetriebsleiter Hinrich Vollertsen und berichtet, dass der von Blumen umgebene Brunnen 2008 für die Teilnahme am Wettbewerb Entente Florale dazu kam.

Die Fläche sei jetzt nachhaltig bepflanzt worden, erklärt Heike Jappe. Storchschnabel, Sonnenhut, Indianernessel, Flieder, Kupfer-Felsenbirne, Sommerflieder, Spieren und Perlmuttstrauch sollen das ganze Jahr hindurch für Insekten und Kleinlebewesen Nahrung bieten.

Hackschnitzel schützen den Boden

„Wir haben das Beet mit Hackschnitzeln gemulcht, damit wir weniger hacken und wässern müssen“, erläutert die Gärtnerin. „Im Winter halten die Hackschnitzel den Boden wärmer und im Sommer feuchter.“ Der Boden werde dadurch lockerer, sei gut durchlüftet und nährstoffreicher, was wiederum für die Pflanzen optimal sei. Bei Trockenheit wie im vergangenen Sommer wäre der Boden sonst hart wie Beton, fügt Vollertsen hinzu. „Aber jetzt kann das Beet schnell durchgepflegt werden.“

Die Kosten von 3500 bis 4000 Euro für die Pflanzen hätten sich nach einem Jahr wieder amortisiert, weil gleichzeitig der Aufwand für den Rasen entfalle, sagt er. Bisher habe man die Rasenfläche alle 14 Tage mähen müssen. Das Schreddergut komme ebenso wie der Kompost aus Eigenmitteln, sodass Kosten gespart werden könnten.

Viel Zuspruch aus der Preetzer Bevölkerung

Die Gärtner des Kommunalbetriebs würden gerne noch mehr machen im Preetzer Stadtgebiet, meint Heike Jappe. „Wir bekommen viel Zuspruch aus der Bevölkerung.“ Die Stiefmütterchen rund um den Brunnen sollen demnächst durch Sommerblumen ersetzt werden. „Wir wollen nicht nur etwas für die Tiere, sondern auch etwas fürs Auge machen.“ 

Bürgermeister Björn Demmin weist darauf hin, dass die Stadt Preetz 2016 als bienenfreundlichste Stadt ausgezeichnet wurde. Deshalb wolle man jetzt Schritt für Schritt weitermachen. Auch auf der Grünfläche oberhalb des Robinson-Spielplatzes an der Wilhelm-Raabe-Straße sei auf einem Teilstück der Rasen weggenommen und ein Blumen-Mix ausgesät worden, und in der Kührener Straße sollen Blühstreifen entstehen. „Jetzt wollen wir schauen, wo wir noch weitere Ecken finden“, kündigt Vollertsen an.

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