Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Plön Investor kann bauen: Anwohnerkritik
Lokales Plön Investor kann bauen: Anwohnerkritik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:21 07.11.2019
Von Astrid Schmidt
Jan-Philipp Willers kritisiert die geplante Wohnbebauung an der Strandstraße als zu massiv. Für das Grundstück neben seinem Einfamilienhaus wurde nun der Bebauungsplan geändert, sodass dort neun Wohneinheiten entstehen. Quelle: Astrid Schmidt
Schönberg

Auf dem L-förmigen Grundstück  werden im hinteren Bereich drei Reihenhäuser gebaut, davor entstehen zehn bis zwölf Stellplätze. Im vorderen Bereich entlang der Kurve entsteht ein Block mit sechs Wohneinheiten, die im Erdgeschoss barrierefrei hergestellt werden. Ein entsprechender städtebaulicher Vertrag zwischen Gemeinde und Investor als Grundlage für die Änderung des Bebauungsplans wurde abgeschlossen.

Der vordere Block soll ein sogenanntes Kieler Dach (abgeschrägt zu einer Seite) erhalten, das einen Spielraum für die Wohnfläche lässt, ohne dass die Höhen der umliegenden Bebauung überschritten werden. Eine zweite Ausfahrt, wie ursprünglich geplant, wird es mit Blick auf die Verkehrssituation nicht geben, die von Anfang an ein Knackpunkt war.

CDU Schönberg: "Zu wuchtig für den Bereich"

Möglich wurde diese Bebauung durch den Abriss des alten Hauses. In dem Bereich herrschen alte Einfamilienhäuser mit großen teilweise über 1500 Quadratmeter großen Grundstücken vor. Die bauliche Prägung ist für die CDU Grund genug, dieses Bauvorhaben abzulehnen. „Wir sind der Meinung, es passt nicht in den Bereich, es ist zu wuchtig. Wir wollen keine zweite Große Mühlenstraße“, erklärte Peter Ehlers. Er nimmt damit Bezug auf die umstrittene Bebauung des ehemaligen Bauhofs. Dort stehen seit 2018 vier Blöcke quasi direkt an einer der Hauptdurchfahrtstraßen Schönbergs. Die Balkone scheinen teilweise direkt über dem Gehweg zu liegen.

Anwohner äußert Unverständnis über "massive Bebauung"

Darauf zielt auch die Kritik von Anwohnern wie Jan-Philipp Willers. Er hat sein Einfamilienhaus gleich angrenzend zum Baugrundstück in der Ostseestraße und übt seit Beginn der Planung 2017 Kritik. „Ich kann nicht verstehen, dass in einem Bereich, zu dem alte Bebauung mit Einfamilienhäusern gehört sowie in Nachbarschaft des Probstei Museums eine solche massive Bauweise entstehen darf. Haben die Gemeindevertreter denn aus dem ehemaligen Bauhofgelände nichts gelernt?“, fragte Jan-Philipp Willers im Gespräch mit KN-online. Er hätte sich einen Ortstermin mit dem Planungsausschuss gewünscht, so der Anlieger weiter.

Allerdings hielt Willers dem Planungsausschuss zugute, dass statt der geplanten vier Reihenhausscheiben nun nur noch drei entstehen. Auch auf die zweite Ausfahrt habe man nun zum Glück verzichtet, sagte Willers mit Blick auf die ohnehin „enge“ Situation im Kurvenbereich. Doch an dem Block mit sechs Wohneinheiten mit zwei Vollgeschossen, der wie eine Kaserne wirke, hat sich im Plan nichts geändert. Auch die Frage des Abstandes des Gebäudes zum Bürgersteig an der Strandstraße sei nicht beantwortet. Er bedauere es, dass die Ortspolitiker an „dieser sensiblen Stelle des Ortes“, einem Eingangsbereich, nicht kritischer auf die Bauwünsche von Investoren schauen. „Ich hätte mir einen zweiten oder dritten Blick darauf gewünscht. Warum muss für ein Grundstück der Bebauungsplan geändert werden Ja, wir brauchen Wohnraum, aber Wohnraum um jeden Preis?“, fragte Willers. Er habe von Anfang an einen Rechtsanwalt zur Beratung hinzugezogen. „Wir werden prüfen, ob wir eine Normenkontrollklage einleiten werden“, kündigte der Anlieger an.

Mehr aus dem Kreis Plön lesen Sie hier.

Auf der K 34 zwischen Postfeld und Nettelsee sind am Donnerstagmorgen gegen 6.10 Uhr zwei Autos frontal zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden schwer verletzt und kamen ins Krankenhaus.

KN-online (Kieler Nachrichten) 07.11.2019

Der Schönberger Bürgermeister Peter Kokocinski bekommt zur Entlastung einen Werkleiter. Gegen seinen Willen. Die Gemeindevertreter änderten gegen die Stimmen der SPD und die des Bürgermeisters die entsprechenden Betriebssatzungen und folgten damit der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses.

Astrid Schmidt 07.11.2019
Plön Erhalt eines Wahrzeichens Portalkran entgeht dem Abriss

Er ist Jahrgang 1928 und rostet vor sich hin. Er gilt aber auch als ein Wahrzeichen der Stadt Schwentinental – und er soll erhalten bleiben. Gemeint ist der Portalkran an der Bahnhofstraße im Ortsteil Raisdorf, der nahe des Seniorenheims St. Anna steht.

Sibylle Haberstumpf 07.11.2019