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Plön Casting war ein voller Erfolg
Lokales Plön Casting war ein voller Erfolg
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16:27 22.09.2019
Von Astrid Schmidt
Regisseur Stefan Greve (von links) bereitet die Bewerberinnen des Castings der Laboer Lachmöwen Julia Preuss, Silvia Glißmann und Kathrin Heim auf ihren Auftritt vor der Jury vor. Quelle: Astrid Schmidt
Laboe

Insgesamt sieben Interessierte hatte das Casting angelockt - nur ein Bewerber sollte sich als ungeeignet erweisen.

Drei Frauen stehen auf der Bühne. Regisseur Stefan Greve und Christian Becker, seit vielen Jahren an der Laboer Bühne als Profi-Schauspieler zu sehen, geben Tipps und Hinweise zu Körpersprache, szenischer Darstellung, Emotionen und das Thema vor: Abschied. Die Rahmenbedingungen wie Handlungsorte, Rollenverteilung und Gefühlszustand sollen die Bewerberinnen selbst kreieren.

Die Frauen sind bereit. Julia Preuss aus Stolpe spielt bereits Theater – hochdeutsch an einer kleinen Bühne. Sie möchte nun „unbedingt plattdeutsch spielen“, wie sie sagt und „mit den Laboer Lachmöwen einen Schritt weiter kommen“. Die 27-Jährige erhält gleich zu Beginn viel Lob für ihre Körperhaltung, ihren Ausdruck von tragisch bis heiter und ausgelassen. Auch Kathrin Heim (18) aus Laboe hat bereits Erfahrungen auf der Bühne, spielt in der Jugendgruppe des Kieler Opernhauses. Als ihre Mutter den Aufruf zum Casting gelesen hatte, animierte sie ihre Tochter, sich doch zu bewerben. „Ich spiele unheimlich gern Theater“, sagt sie. Und das merken auch Stefan Greve und Christian Becker. Sie fühlt sich ein in die Rolle der Tochter, die sich mit ihrer Mutter versteht, erfüllt auch die Vorgabe des Regisseurs, eine weniger harmonische Beziehung zu ihrer Mutter darzustellen.

Hohe Motivation und Spielfreude in Laboe gefragt

„Lasst Euch Zeit“, mahnt Regisseur Stefan Greve. „Beim Theater hat man viel Zeit. Gebt dem Publikum Gelegenheit, Euch auf der Bühne zu genießen“, rät er. Auch Silvia Glißmann kommt mit einiger Vorbildung aus dem plattdeutschen Theater zum Casting. Sie spielt bereits in Heikendorf Theater und hat Lust auf mehr. Wie sich so ein Casting anfühlt? „Gut, je länger man sich darauf einlässt, desto mehr Dinge fallen einem ein, wie man eine Situation auf der Bühne darstellen kann“, sagt die 57-Jährige.

Dann wird es ernst. Sie müssen sich eine Szene für die mit Profischauspielern besetzte Jury überlegen. Später kommen drei Herren und eine weitere Bewerberin ins Spiel. Am Ende sind die Trainer zufrieden. Sie bescheinigen den Teilnehmern eine hohe Motivation und viel Spielfreude – beides wohl die wichtigsten Voraussetzungen. Denn das Plattdeutsch – so viel war von Anbeginn klar - kann gelernt werden.

Zwei Frauen dürfen schon beim Winterstück der Lachmöwen mitmachen

Das sehen auch Fabricio Barile und Tanje Rübcke vom Ohnsorg Theater in Hamburg so. „Ich schaue vor allem, wie nah sind die Spieler beim Publikum, um sich von der Bühne hinunter zu transportieren. auch Elemente wie Sprachführung und Melodie sind wichtig“, so der Profi. Für Tanja Rübcke, die nicht nur Schauspielerin, sondern auch Tänzerin ist, kommt es auch auf „das natürliche Bewegen auf der Bühne“ an.

Besonderen Grund zur Freude haben Kathrin Heim und Julia Preuss. Sie dürfen sich schon auf das neue Winterstück der Laboer Lachmöwen vorbereiten. Drei weitere Kandidaten wollen nun zunächst die Plattdeutsch- und Schauspielschule besuchen, die auf Initiative von Jan Steffen ab 1. November in Zusammenarbeit mit den Niederdeutschen Bühnen Preetz und Neumünster starten soll.

Für Jan Steffen von den Laboer Lachmöwen ist das „Ziel erreicht“. „Das war eine gute Ausbeute, mit allen, bis auf einen, können wir arbeiten. Was uns weiterhin fehlt, sind junge Männer, die sind leider Mangelware“, so Steffen.

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