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Plön Tobe-Chaos in der Kaserne
Lokales Plön Tobe-Chaos in der Kaserne
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06:58 09.08.2019
Von Frida Kammerer
Eins, zwei, drei und hopp! Die Teilnehmer der Turn-AG zeigen eindrucksvoll, was sie in den vergangenen Tagen gelernt haben. Quelle: Frida Kammerer
Todendorf/Panker

Von montags bis freitags sind hier rund 120 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren untergebracht. Um 9 Uhr wird gemeinsam gefrühstückt, um 16.30 Uhr werden die Kinder entweder mit dem Bus bis zur Haustür zurückgefahren oder von den Eltern abgeholt. Die Sommerferien stellen berufstätige Eltern oft vor eine Herausforderung. Während die Kinder sechs Wochen frei haben, können die Eltern oft nicht so lange Urlaub nehmen. Die Kindertagesferien versuchen vor allem die letzten Ferienwochen zu überbrücken. Für 185 Euro werden die Kinder hier betreut, Geschwisterkinder kosten 160 Euro. Wer die Kosten allein nicht stemmen kann, bekommt Hilfe.

Spielen, malen, basteln - den ganzen Tag

Für viele Kinder, die hier sind, ist das die schönste Zeit im Jahr. Es wird viel Programm geboten: In verschiedenen Zelten wird gemalt, gebastelt und sich beschäftigt. Immer wieder laufen Betreuer mit dem Megafon über die Wiese und rufen zu AGs auf, die gleich starten.

Linn Mikelat stürmt zum Malzelt, gleich sollen aus normalen Gläsern kleine Teelichthalter entstehen. Mit bunten Schnipseln und Tapetenkleister zaubern die Kinder Windlichter. „Ich liebe es einfach hier“, erzählt Linn euphorisch. Die Siebenjährige ist zwar traurig, dass bald schon wieder Schluss mit den Kindertagesferien ist, will aber im kommenden Jahr auf jeden Fall wiederkommen.

Erst Spielkind - dann Betreuer

Ähnlich geht es „Wiederholungstäterin“ Jule Wenndorf. Die Zwölfjährige kommt seit sechs Jahren jeden Sommer her und muss im nächsten Jahr aussetzen, weil sie zu alt für die Kindertagesferien geworden ist. „Aber ich komme dann als Betreuerin wieder“, kündigt sie an. Unwahrscheinlich ist das nicht, die meisten Betreuer waren schon als Kinder hier und durften dann mit 15 Jahren die Jugendleiterkarte machen – ein Muss, wenn man hier helfen möchte.

„Ein Jahr Pause muss sein“, erklärt Ruth-Marleen Schmitt. Die 25-Jährige war auch schon als Kind hier. Würden die Teenager gleich vom Spielkind zum Betreuer wechseln, wäre es schwierig für die anderen Kinder, den Betreuer als Aufsichtsperson zu respektieren – viele Kinder sind jedes Jahr hier und man kennt sich untereinander. Jasper Ingber war früher ebenfalls als Kind hier. „Das hier ist der helle Wahnsinn, das ist der richtige Ort für mich“, sagt der 22-Jährige. Als Betreuer will er so lange helfen, wie es geht. Tatsächlich würden die meisten Helfer so lange als Betreuer bleiben, bis sie eigene Kinder haben oder „das Fleisch nicht mehr so mitmacht“, wie Ingber scherzhaft sagt. Aber viele Helfer würden dann später mit ihren Kindern wiederkommen, wenn die alt genug sind.

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