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Plön Pflanzenmarkt ist Paradies für Gärtner
Lokales Plön Pflanzenmarkt ist Paradies für Gärtner
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20:00 12.05.2019
Von Nadine Schättler
Doris Schuster von der Obstquelle in Schwentinental war zum ersten Mal mit neuen und alten Obstbaumsorten auf dem Preetzer Pflanzenmarkt dabei. Quelle: Nadine Schättler
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Preetz

Günter Winkelmann und seine Frau Sylvia aus Malente hatten schon am frühen Vormittag einen Großteil ihrer Pflanzen verkauft. "In Preetz ist immer eine unglaublich tolle Atmosphäre", freute sich Winkelmann über den fixen Handel. Er hatte zahlreiche Setzlinge und Ableger von Sonnenhut, Rittersporn, Salat, Kohlrabi, Fenchel und verschiedenen Kräutern aus dem eigenen Garten dabei. Seine Frau brachte ein ganzes Sortiment selbst gemachter Marmeladen mit. "Ich pflanze die Sachen und ernte sie, meine Frau verarbeitet alles", erklärte der Hobbygärtner. Dass er in Preetz auf dem Pflanzenmarkt für kleines Geld das loswerden kann, was er in seinem Garten zu viel hat, freute ihn besonders: "Aus einer Saat-Tüte bekomme ich 400 Kohlrabi-Pflänzchen. Ich brauche aber nur 20 Stück."

Was im eigenen Garten zu viel ist, wird verkauft

Ähnlich ging es einem Preetzer Verkäufer, der fast alles, was er Überflüssiges aus seinem Garten mitgebracht hatte, für einen Euro anbot und gegen 12 Uhr nur noch auf eine Handvoll Pflanzen auf seinem Tisch blickte. "Heute morgen stand hier noch der ganze Boden voll." Erstmals war Doris Schuster von der Obstquelle in Schwentinental mit alten und neuen Obstbaumsorten sowie eigenem Apfelsaft, Quittenwein und einigen Kräutern dabei. "Das Wetter ist gut, es ist Pflanzsaison – da kommen viele Besucher."

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Gartenarbeit macht müde Knochen munter

Einige hatten es nicht nur auf neues Grünzeug für ihren Garten abgesehen, sondern wollten auch etwas gegen ihre müden Knochen von der Gartenarbeit tun. Bei Cornelia Berens von der Preetzer Volkshochschule probierten sie mit der Feldenkrais-Methode, wie Gartenarbeit ohne Anstrengung gelingen kann. "Das ganze Geheimnis ist, dass es immer mehrere Möglichkeiten der Bewegung gibt", erklärte Berens. Am Beispiel des Jätens zeigte sie, auf welch unterschiedliche Arten die Bewegung erfolgen kann. "Eine gute Bewegung ist immer die nächste, also eine andere", informierte die VHS-Dozentin am Rande des Pflanzenmarktes. Außerdem empfahl sie, Pausen einzulegen. "Anstrengung wird bei der Feldenkrais-Arbeit nicht belohnt. Man lernt, diese loszulassen."

Ab 11 Uhr konnten alle Marktbesucher auch in die Geschäfte rund um den Preetzer Marktplatz schauen.

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