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Plön Bürger fordern Gleichbehandlung
Lokales Plön Bürger fordern Gleichbehandlung
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18:32 30.07.2019
Von Astrid Schmidt
Anwohner der Parkstraße im Gespräch mit Bürgermeister Heiko Voß (links). Quelle: Astrid Schmidt
Laboe

Die entsprechende Satzung gilt seit Jahresbeginn, die Parkautomaten-Regelung soll den Parksuchverkehr regeln, heißt es in der Begründung. Dass die Automaten noch nicht stehen, liege an personellen Engpässen auf dem Bauhof, sagte Bürgermeister Heiko Voß. Er werde die Arbeiten vermutlich fremd vergeben, so Voß. Die Anwohner können nun eine Parkberechtigung für 120 Euro im Jahr erwerben. Haken: Sie haben damit kein Anrecht auf einen Stellplatz, doch wenn sie einen gefunden haben, dürfen sie ihr Fahrzeug dort abstellen, wo sonst die Parkuhr gefüttert werden müsste. „Das heißt, wir suchen weiter eine Parkplatz, ohne Sicherheit, dass wir einen finden“, erklärte Christian Lantau. Gleichwohl werde er von dieser Regelung Gebraucht machen. „Wir werden nicht weiter dagegen ankämpfen, das tut uns nicht gut“, sagte der Laboe. Für Christa Saager kommt diese Regelung nicht in Frage. „Das ist für mich keine Anwohnerlösung“, sagte sie.

Bernd Schmidt (SPD) betonte, seine Fraktion weise schon seit Jahren darauf hin, dass das 2010 erstellte Verkehrskonzept unter Beteiligung der Bürger angepasst und überarbeitet werden müsse. Unterstützt wurde das Ansinnen auch von Günther Petrowski von der CDU-Fraktion, beide hatten sich für eine Aufhebung des Beschlusses ausgesprochen, weil weder Anlieger noch die Ordnungskraft zum Thema gehört worden seien. Auch Christian Lantau, Sven Walkhoffs, Manfred Lockhoff und andere beklagten bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Heiko Voß die fehlende Beteiligung der Bürger bei der Park-Regelung und fordern eine Gleichbehandlung aller Laboer.

Aufstellung der Automaten soll vertagt werden

Wie berichtet, war im vergangenen Jahr auf Initiative der Grünen-Fraktion mit den Stimmen der LWG und des fraktionslosen Kandidaten Fleischfresser beschlossen worden, die Parkgebührenordnung zu ändern. Ein Punkt: die Einrichtung von Parkautomaten in der Parkstraße. Betroffen waren davon vor allem die Anlieger, die sich nun in der Pflicht sahen, für ihre eigenen Pkw Gebühren zahlen zu müssen. Zuvor galt die Parkscheibenregelung. Mehrfach waren die Anwohner in den öffentlichen Sitzungen gegen diese, wie sie meinen, ungerechte Regelung Sturm gelaufen. „Wir haben bis heute keine Erklärung dazu, weshalb die Parkstraße und wie mit Parkautomaten der Parksuchverkehr reduziert werden soll“, meinte Christa Saager. Sie wies ebenso wie die anderen Einwohner darauf hin, dass es in anderen Straßen wie der Wilhelmsallee und der Rosenstraße geduldet werde, dass trotz Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung dort die Fahrzeuge abgestellt werden. Die Politesse sei angewiesen, dies nicht zu ahnden. Sie wünsche sich, dass die Aufstellung der Automaten solange vertagt wird, bis eine gerechte Lösung für alle Laboe gefunden ist, sagte sie an die Adresse von Heiko Voß.

Bürgermeister Heiko Voß hält Verkehrskonzept für dringend

Der bestätigte, dass es bereits zu seiner Zeit bei der Gemeinde Laboe eine solche Duldung gegeben habe, kündigte aber auch an, gemeinsam mit dem Amtsdirektor in der zweiten Augusthälfte das Thema vor Ort zu besprechen. „Die rechtliche Bewertung ist Sache des Amtes Probstei“, so Voß. Er fühle sich in seiner Haltung bestätigt, wie dringend ein Verkehrskonzept auf den Tisch müsse. „Die Schulstraße ist der Einstieg in die Thematik“, sagte er mit Blick auf den dort geplanten „Fußweg-Check“ (wir berichteten). Er sieht sich in seinem Weg bestätigt, mit öffentlichen Workshops und Einbindung von fachlicher Beratung neue Wege zu gehen, wenn es um Entscheidungen in Laboe geht.

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