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Plön Fällen der Bäume nur nachts erlaubt
Lokales Plön Fällen der Bäume nur nachts erlaubt
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20:00 03.09.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Rund 20 Bäume fallen auf und am Parkplatz an der Seestraße in Hohwacht, darunter auch die großen Pappeln. Der Platz wird saniert.
Hohwacht

Gut ein Dutzend dicke Pappeln müssen weichen. Dazu eine Reihe von kleineren Eschen und andere junge Laubbäume. Die Gemeinde lässt vom 1. Oktober an den wichtigen Parkplatz von Grund auf sanieren. Die Bäume und ihre Wurzeln stehen den Arbeiten im Weg.

Töten der Tiere verboten

Aber einfach die Motorsäge anwerfen und die Pappeln umlegen, das geht nicht. Die Naturschutzgesetze verbieten das Töten von Fledermäusen. Wenn nun eines der Tiere sich in der Spalte im Holz verbirgt, könnte es beim Fällen des Baumes zu Tode kommen. Das muss die Gemeinde als Bauherr verhindern, sonst macht sie sich strafbar.

Baumkletterer am Donnerstag im Einsatz

Daher greift ein Verfahren, das die Biologin Kirsten Heize aus Schönkirchen bei der ersten Baubesprechung erläuterte. Zunächst schaut sich ein Baumkletterer am Donnerstag jede Pappel ganz genau an. Mit einem Endoskop späht er in die Spalten und Ritzen. Vorsichtig entfernt er lose Rinde, die als Versteck dienen könnte. 

Enger Zeitplan verhindert späteres Fällen

Tagsüber schlafen die Fledermäuse in den Pappeln. Daher dürfen sie derzeit nur nachts gefällt werden. Theoretisch könnte man bis zum 1. Dezember warten und ohne großen Aufwand die Bäume beseitigen. Dann sind die Nachtjäger nämlich in ihren Winterquartieren und nicht mehr am Ostseestrand. Doch weil der Zeitplan der Parkplatzsanierung eng ist, sollen die Arbeiten schon am 1. Oktober beginnen. Bis dahin müssen die Bäume weg sein.

Warten auf milde Witterung in der Nacht

Das ist gar nicht so einfach. Kirsten Heinze: „Wir brauchen nachts gutes Wetter und eine trockene Witterung.“ Nur dann fliegen die Fledermäuse aus und gehen auf Insektenjagd. Bei Regen bleiben sie zu Hause. Dann dürfen die Bäume nicht angerührt werden. 

Wenn das Wetter mitspielt, kann das Fällen der Bäume gegen 23 Uhr beginnen. Um 5 Uhr morgens muss die Arbeit erledigt sein, weil die Fledermäuse dann zurückkehren. Biologin Heinze geht nicht davon aus, dass die Tiere einen Schaden nehmen, wenn ihre Tagesquartiere wegfallen. Sie seien flexibel genug, sich andere Verstecke zu suchen. 

Sondergenehmigung für die Nachtarbeiten

Ein weiteres Problem: Bauarbeiten mitten in der Nacht in einem Ferienort, in dem ab 20 Uhr Ruhe einkehren soll, sind grundsätzlich verboten. Die Amtsverwaltung will deshalb eine Ausnahmegenehmigung ausstellen.

Neuer Platzplatz in Hohwacht am 1. April fertig

Hohwacht lässt den Parkplatz sanieren, weil er sich auch nach Regenfällen in eine Seenlandschaft verwandelt. Durch den Autoverkehr und feine Sandpartikel ist der Boden so verdichtet, dass das Wasser nicht abfließen kann. Abhilfe soll ein einfaches Drainagesystem schaffen. Das Regenwasser versickert vor Ort und muss nicht abgepumpt werden. 800.000 Euro kosten die Arbeiten, die zum 1. April 2020 abgeschlossen sein sollen. Darin enthalten sind das Pflanzen 30 neuer Bäume. 

Bereits beim Abriss der Mannschaftsunterkünfte in der früheren Kaserne machten Fledermäuse die Arbeiten kompliziert.

Auch für die Lütjenburger Probleme fand sich eine Lösung.

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