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Plön Erst Löscheinsatz und dann die Arbeit
Lokales Plön Erst Löscheinsatz und dann die Arbeit
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07:00 16.08.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Der Handwerksmeister Oliver Steen ist als Partner der Feuerwehr ausgezeichnet worden. Er besitzt eine Zimmerei in Helmstorf. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Helmstorf

Es ist eine seltene Auszeichnung für einen Betrieb. Knapp zehn Inhaber dürfen sich bisher im Kreis Plön mit dieser Plakette schmücken, teilte die Feuerwehr mit. Für Oliver Steen war es selbst eine Überraschung, in diesen kleinen Kreis aufgenommen worden zu sein.

Eigentlich ist es aber keine Überraschung. Der 48-jährige Zimmermannsmeister ist bereits seit 32 Jahren selbst in der Feuerwehr seiner Heimatgemeinde Helmstorf. Mit 16 Jahren trat er ihr bei.

Vier Feuerwehrmänner in der Firma

Als er 1999 seinen eigenen Betrieb eröffnete, schlug sein Herz auch weiterhin für die Ehrenamtlichen. Sieben Feuerwehrmänner waren in den Spitzenzeiten in seiner Firma beschäftigt. Heute sind es immerhin noch vier – ihn eingeschlossen. Die Firma steht ihnen bei einem Einsatz nicht im Weg. Das ist der Grundsatz, der bei Steen gilt. Beispiel: Der Gerätewart und Maschinist der Helmstorfer Wehr, Klaus Lamp, arbeitet in der Zimmerei. Zu seinem Ehrenamt gehört, dass er das Löschfahrzeug und das Material wartet. Das geschieht in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Preetz. Das ist mit einigem Zeitaufwand verbunden. Die Zimmerei Steen stellt ihn ohne große Diskussionen während dieser Zeit frei. 

Bauherren zeigen Verständnis

Auch wenn der Alarm schrillt, dürfen die Feuerwehrmänner bei Steen ihren Arbeitsplatz verlassen. Der Chef ruft bei den Bauherren dann persönlich an, um sich zu entschuldigen, dass seine Mitarbeiter wegen eines Einsatzes nicht kommen können. Steen: „Alle haben bisher dafür Verständnis gezeigt.“

"Feuerwehr ist der Einstieg ins Dorfleben"

Steen selbst steht nach eigenen Worten eher in der zweiten Reihe seiner Feuerwehr. Nicht jeden Dienstabend kann er dabei sein. Und bei Lehrgängen muss der Unternehmer und Familienvater oft passen: Der Betrieb mit 24 Mitarbeitern und Baustellen in weitem Umkreis lässt ihm dazu nicht immer Zeit. Dennoch steht er felsenfest zur Feuerwehr. „Das ist mehr als nur Dienst und Löschen. Feuerwehr ist der Einstieg ins Dorfleben, in die Gemeinschaft.“ 

Über die Auszeichnung, die ihm Amtswehrführer Jan-Ulrich Röder verlieh, freut er sich. Sie hängt neben der Tür zur Werkstatt. „Das ist eine große Ehre für mich.“

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