Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Plön So soll Heikendorf schöner werden
Lokales Plön So soll Heikendorf schöner werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:33 13.09.2019
Von Nadine Schättler
So soll Heikendorf schöner werden: Eines der letzten erhaltenen Reetdachhäuser in Neuheikendorf ist das Wohn- und Atelierhaus des Malers Rudolf Behrend. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Seit Jahren verschwinden in Neuheikendorf die alten Landgasthöfe und historische Hofstellen aus dem Ortsbild. Institutionen wie Kählers Gasthof sind ersatzlos weggefallen. "Wir wollen vermeiden, dass sich der Ortsteil zu einem reinen Schlafdorf entwickelt", sagt Heikendorfs Bürgermeister Tade Peetz (CDU).

Rund um den Feuerlöschteich in Neuheikendorf könne, so Peetz, ein neuer Dorf-Mittelpunkt entstehen. Derzeit befindet sich in direkter Nachbarschaft das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, das für die heutigen Anforderungen an die Wehren und ihre Einsätze zu eng geworden ist.

Weil das Feuerwehrhaus aus baulichen Gründen an seinem Standort nicht erweitert werden kann, diskutiert die Gemeinde schon länger über die Verlegung der Einsatzzentrale an die Ortsrandlage, etwa am Neuheikendorfer Weg Ecke Haffkamper Weg. Dort, sagt der Bürgermeister, gebe es die Möglichkeit, günstig Flächen für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Neuheikendorf zu erwerben.

Begegnungsstätte im alten Feuerwehrhaus Neuheikendorf?

Im Rahmen eines geplanten Ortskernentwicklungskonzeptes, für das die Gemeinde jetzt einen Arbeitskreis unter anderem mit der ortsansässigen Knochenbruchgilde Neuheikendorf und der Freiwilligen Feuerwehr Neuheikendorf sowie Vertretern aus Verwaltung und Gemeinde bilden möchte, sollen aber auch alternative Standorte diskutiert werden.

Für das alte Feuerwehrgerätehaus hat der Bürgermeister, der selbst in Neuheikendorf wohnt, auch schon eine Idee: Dort könnte künftig eine Begegnungs- und Integrationsstätte entstehen.

Aber nicht nur das Feuerwehrgerätehaus bildet einen besonderen Schwerpunkt bei der Planung für ein lebendigeres Neuheikendorf. Auch das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des 1979 verstorbenen Heikendorfer Malers Rudolf Behrend soll in dem Konzept berücksichtigt werden. Etwas versteckt in zweiter Reihe steht das historische Reetdach-Häuschen auf der anderen Seite des Feuerlöschteiches und wird von den Erben als Zweitwohnsitz genutzt.

Neuheikendorf: Lesungen und Konzerte im alten Apfelgarten

Bürgermeister Tade Peetz pflegt einen engen Kontakt zu den Eigentümern. Er sagt: "Wir wollen das Haus als einen kulturellen Schatz langfristig für Neuheikendorf erhalten." Die Gemeinde als Mitglied der Euroart, einer europäischen Vereinigung der Künstlerkolonien, würde eine Ergänzung des Künstlermuseums in Heikendorf durch das Rudolf-Behrend-Haus begrüßen. Denn Rudolf Behrend gehörte der Heikendorfer Künstlerkolonie an.

"Für die Gründung eines Trägervereins finden wir sehr schnell einige kunstinteressierte und traditionsbewusste Heikendorfer", sagt Peetz. Er könnte sich in dem historischen Gebäude und dem alten Apfelgarten unter anderem Lesungen und Konzerte vorstellen.

Mehrheitlich haben sich die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung für die Aufstellung eines Ortskernentwicklungskonzeptes ausgesprochen, mit dem sie sich für einzelne Vorhaben bis zu 75 Prozent Förderquote erhoffen. Der Arbeitskreis wird demnächst die Arbeit aufnehmen.

Im weiteren Projektverlauf sollen neben Feuerwehr, Gilde und Beiräten auch die Bürger durch öffentliche Veranstaltungen an dem Prozess beteiligt werden.

Immer informiert:  Lesen Sie alle Nachrichten aus Heikendorf.

In der Fußball-Verbandsliga Ost überstrahlen zwei Spitzenspiele den kommenden Spieltag. Der TSV Plön (Platz 3, 14 Punkte) erwartet am heutigen Freitag (19.30 Uhr) den TSV Stein (4., 14), und der Preetzer TSV (5., 12) empfängt ebenfalls heute (19.45 Uhr) den MTV Dänischenhagen (2., 16).

Michael Felke 13.09.2019

Der Kleine Kulturkreis ist einer der wichtigsten Kulturträger in Lütjenburg. Vor genau 30 Jahren wurde er gegründet. Genauso lange ist Ilse Allwardt im Amt der Vorsitzenden. Zusammen mit einem fleißigen Team organisiert sie Konzerte, Lesungen und Vorträge. Wir blicken mit ihr zurück und nach vorn.

Hans-Jürgen Schekahn 13.09.2019

Im Zuge der Affäre um falsche Leserbriefe sind die Grünen Andreas Müller und Dennis Mihlan jetzt endgültig von ihren Ämtern in der Schwentinentaler Stadtvertretung zurückgetreten. Damit kamen sie am Donnerstagabend einer Abwahl zuvor, die die Fraktionen von CDU, SPD, SWG und FDP beantragt hatten.

Sibylle Haberstumpf 13.09.2019