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Plön "Ich dachte, ich breche zusammen"
Lokales Plön "Ich dachte, ich breche zusammen"
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11:10 24.09.2019
Von Nadine Schättler
Pleite von Thomas Cook: "Ich dachte, ich breche zusammen", sagt Esther Berlin aus Heikendorf. Mit Tochter Lotte (3) sucht sie im Internet nach einer Alternative. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Der lang ersehnte Urlaub, der runde Geburtstag mit den besten Freunden am Pool oder die Flitterwochen nach der Hochzeit unter Palmen: Mit der Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook sind Tausende Träume geplatzt.

Wochen-, wenn nicht monatelange Vorfreude wurde mit nur einer Meldung zerstört. Ob London, Mallorca, Kos oder Frankfurt - die Bilder von geschlossenen Check-in-Schaltern, langen Schlangen und ratlosen Reisenden glichen sich. So plötzlich kam die Insolvenz des Reise-Riesen in der Nacht zum Montag, dass Passagiere und auch Mitarbeiter am Morgen von der Nachricht kalt erwischt wurden.

Eine von ihnen ist eine Familie aus Heikendorf. Esther Berlin schildert ihre Probleme.

In welcher Form sind Sie betroffen?

Esther Berlin: Wir wollten am 3. Oktober von Hamburg über Manchester nach Lanzarote fliegen, wobei die zweite Teilstrecke mit Thomas Cook Airlines gebucht ist. Morgens auf dem Weg zur Arbeit habe ich dann im Autoradio von der Pleite gehört und dachte, ich breche zusammen. Wir haben zwar noch keinerlei Info vom Reiseveranstalter, aber laut Internet fallen die Flüge von Thomas Cook Airlines alle aus. Wir rechnen nicht damit, dass der Flieger gehen wird.

Was können Sie jetzt tun?

Wir haben alternative Flüge ab Frankfurt 72 Stunden lang reserviert, damit wir auf jeden Fall irgendwie wegkommen. Nach Frankfurt nehmen wir uns einen Mietwagen und geben ihn dort wieder ab. Allerdings fliegen wir jetzt einen Tag später frühmorgens um halb sieben, wollen aber schon am Abend anreisen, weil die Nacht durchzufahren auch nicht schön ist. Deswegen kommt eine Hotelübernachtung in Frankfurt dazu.

Wie viel Mehrkosten fallen an?

Mit Flug, Mietauto und Hotel zahlen wir etwa 2000 Euro zusätzlich für die zweiwöchige Reise. Allein die neuen Flüge für fünf Personen ab Frankfurt kosten 1700 Euro. Wenn wir von Düsseldorf über Madrid und Gran Canaria nach Lanzarote geflogen wären, wäre es günstiger geworden. Aber dann wären wir auch 16 Stunden unterwegs gewesen. Vielleicht bekommen wir etwas Geld für den Teilflug mit Ryan Air von Hamburg nach Manchester zurück. Den müssen wir ja auch noch canceln.

Wäre ein Rücktritt von der Reise eine günstigere Alternative gewesen?

Wir haben leider alles separat gebucht und keine Pauschalreise, dann wären wir nach deutschem Recht vor einer Insolvenz geschützt gewesen. Für die Unterkunft auf Lanzarote und die übrigen Flüge hätten wir bei einer Stornierung kein Geld zurückbekommen, das wäre alles verfallen.

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