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Plön Visionen für "Fegetasche-Strand"
Lokales Plön Visionen für "Fegetasche-Strand"
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06:42 28.06.2019
Von Anja Rüstmann
Das Areal rund um das ehemalige Freibad Fegetasche wird für eine intensivere touristische Nutzung überplant. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Die Kommunalpolitiker haben sich Gedanken gemacht. Eines ist völlig unstrittig: Der Badestrand am Großen Plöner See bleibt den Plönern auf jeden Fall erhalten.

Nachdem Anfang des Monats im Stadtentwicklungsausschuss Ideen von einem Ingenieurbüro vorgestellt wurden, meldeten sich in Folge unserer Berichterstattung einige Investoren und Betreiber, die Interesse bekundeten, hieß es aus der Stadtverwaltung. Noch gehört das Sahne-Grundstück einer Erbengemeinschaft, die aber bereits Verkaufsverhandlungen aufgenommen hatte. Zumindest im September war einem Investor der Preis aber zu hoch.

"Wir brauchen einen Aha-Effekt"

Es geht (noch) nicht darum, wie das Hotel aussehen soll. Geht das Projekt seinen Weg, würde irgendwann ein Investor Pläne vorstellen, die dann diskutiert werden können. Visionen haben die Kommunalpolitiker aber trotzdem. Geradezu überrascht zeigte sich der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Gernot Melzer (CDU), als die SPD zum Thema Restaurant vehement für einen Abriss des Strandhauses plädierte und dann aufs Wasser schaute. „Wir brauchen einen Aha-Effekt“, sagte Bernd Möller (SPD), der einen schwimmenden Gastronomiebereich à la „Floating Homes“ vorschlug. „Wir müssen damit in den See reingehen“, sagte Ingo Buth (SPD). „Ich habe mich nicht getraut, ein schwimmendes Restaurant vorzuschlagen“, gab Melzer zu. „Aber das ist toll!“ „Auch wir wollen das Restaurant ins Wasser legen“, sagte Sabine Kauf (Grüne).

Zufahrt über den Sandweg?

Melzer trug die  Diskussions-Ergebnisse der CDU vor: keine Brücke als Weg zum Restaurant am Seeufer, maximal drei Vollgeschosse fürs Hotel und eine Bebauung von nur 15 Prozent der gesamten Grundstücksfläche. Die SPD kann sich vorstellen, das Baufenster fürs Hotel weiter von den Tennisplätzen weg und näher an das Stadtwäldchen zu rücken (also Richtung Westen), die Zufahrt statt über den Parkstreifen über den bestehenden Sandweg zu nehmen und das Kellergeschoss des Hotels als Parkraum zu nutzen, quasi als Tiefgarage.

Stephanie Meyer (Grüne) erklärte, dass eine gewisse Größe des Hotels für den wirtschaftlichen Betrieb zwingend erforderlich sei. Auch Jörg Schröder (Linke) plädiert für ein größeres Hotel, „damit es nicht nach zwei Jahren pleite geht und dann leer steht.“ Für eine eher zurückhaltende Planung warb während der Ausschusssitzung Plöns Umweltbeauftragter Achim Kuhnt. „Findet sich das alte Plön da wieder? Das hat doch auch seinen Charme. Und wir sollten nicht vergessen, was die Gäste an Plön mögen.“

Die verschiedenen Ansätze über Baufenster, Anbindung, Größe und Restaurant soll laut Bürgermeister Lars Winter das Planungsbüro aufnehmen und verschiedene Varianten erarbeiten. Und welche Möglichkeiten mit entsprechenden Folgen ein städtebaulicher Planungswettbewerb bringe, wird die Verwaltung nun erarbeiten und dem Stadtentwicklungsausschuss in der nächsten Sitzung vorstellen.

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