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Plön „Ohne die EU ginge es uns nicht so gut“
Lokales Plön „Ohne die EU ginge es uns nicht so gut“
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13:11 20.05.2019
Von Sibylle Haberstumpf
René Hendricks, Vorsitzender der Europa-Union Deutschland im Kreis Plön. Quelle: Privat
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Plön

Die überparteiliche Europa-Union ist eine Bürgerinitiative für Europa, die sich seit 1946 für die europäische Einigung einsetzt durch politisches Engagement, europaweites Netzwerken und politische Bildung. Der Kreisverband Plön der Europa-Union organisiert regelmäßig Diskussionsabende, Schulprojekte und europäische Reisen. Vorsitzender René Hendricks aus Selent beantwortet auf KN-online zur Europawahl

Frage: Herr Hendricks, warum sollte man zur Europawahl gehen? 

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In einer Demokratie in einem friedlichen Europa leben zu können, ist nicht selbstverständlich. Das war viele Jahrhunderte anders auf diesem Kontinent. Die EU hat uns Freiheiten, Menschenrechte und Wohlstand ermöglicht. Deshalb ist das Wählengehen ein Privileg und Bürgerpflicht. Es geht dieses Mal auch richtig um etwas: Die großen Herausforderungen wie Klimawandel, Migration, Freiheiten im Internet brauchen europäische Antworten. Diese sollten nicht von den Radikalen und Populisten gegeben werden.

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Für welche Bereiche in Deutschland sind EU-Gesetze und EU-Fördergelder besonders wichtig?

Da sind mit Blick auf den Alltag vor allem die Freiheiten und Verbraucherschutzrechte zu nennen: Wir können frei reisen und in vielen Ländern bequem mit dem Euro bezahlen. Das Telefonieren und mobile Surfen im Ausland ist dank der EU deutlich günstiger geworden. Auch die Gewährleistungspflicht von zwei Jahren, Umweltschutz und Trinkwasserschutz oder stärkere Fluggastrechte gehen auf die EU zurück. Über Fördergelder werden zahlreiche lokale Projekte gefördert, die bei uns im Kreis Plön zum Beispiel den ÖPNV verbessern oder den Tourismus fördern. Ohne die EU würde es uns in Deutschland nicht so gut gehen. 

Ist es zu befürchten, dass die Wahlbeteiligung am 26. Mai enttäuschend ausfällt?

Das glaube ich nicht. Ich nehme ein wachsendes Bewusstsein für politische Herausforderungen wahr, die europäisch gelöst werden müssen. Ein Beispiel sind die Fridays-for-future-Proteste. Die junge Generation macht Druck. Das erlebe ich vor allem bei Schuldiskussionen. Der Brexit hat auch viele aufgeweckt, die eigentlich für ein europäisches Miteinander sind. Wer als Europa-Befürworter nicht zur Wahl geht, stärkt unweigerlich die Europa-Gegner. Es geht um nicht weniger als den Kurs der EU für die nächsten fünf Jahre: zurück zum Nationalstaat oder gemeinsam mehr erreichen?

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