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Plön Plön will blau-weiße Seebrise
Lokales Plön Plön will blau-weiße Seebrise
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06:00 26.02.2019
Von Anja Rüstmann
Die Schwentine-Terrassen gehören zu den ersten Grünflächen, die in Plön neu gestaltet werden sollen. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

Gräser, die sich im Wind bewegen, ein Band blauer und weißer Blüten, das sich wie eine Seebrise durch den Ort zieht, mehr Struktur, weniger Pflegeaufwand. Die Kommunalpolitiker der Stadt („Ich bin nicht so der große Botaniker“, erklärte zum Beispiel Jens-Uwe Seligmann von der CDU) holten sich fachliche Hilfe und gaben ein Konzept in Auftrag. Jetzt ließen sie es sich ausführlich vorstellen. Sabine Franke hat ein Büro für Landschafts- und Freiraumplanung in Kiel und präsentierte ihre Ideen. Sie erntete von fast allen Seiten Beifall. Ihrer Rechnung nach kosten ihre Umgestaltungsideen fast 100.000 Euro. Für 25.000 Euro soll in diesem Jahr mit den ersten Bereichen begonnen werden: am Gänsemarkt, den Schwentine-Terrassen und im Bereich Reeperbahn.

1800 Quadratmeter werden umgestaltet

Insgesamt sollen rund 1800 Quadratmeter, verteilt auf 20 Einzelflächen, angegangen werden. Das kann auf ein paar Jahre gestreckt werden, sagte Jutta Becker-Rußer von der Stadtverwaltung. Mit dabei sind Beete am Bahnhof oder die „hängenden Gärten“ am Bootshafen. Die Grünanlage an der Stadtgrabenstraße habe ja eher eine knick-ähnliche Struktur. Auslichten, die Bäume freier stellen, schlägt Sabine Franke vor. „Das ist ein Kleinod, allerdings zurzeit eher für Hunde.“ Aufenthaltszonen mit Sitzbänken würden hier gut hinpassen.

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Eintönigkeit oder Einheitlichkeit?

Und was ist nun mit den Farben Blau und Weiß? Während der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung und Planung (SteP) sowie für Gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus (GUT) monierte Carsten Gampert (FWG) diese Farbauswahl: „Ich finde das etwas uni“. Kirsten Hinrichsen (“blau-weiß ist in Bayern, das geht mir zu weit“) sprach von Eintönigkeit, Gabriele Killig (FDP) dagegen von Einheitlichkeit. „Blau-weiß hat ein großes Farbspektrum“, so Sabine Franke. Außerdem: „Einmal quer durch den Farbkasten macht kein Alleinstellungsmerkmal.“ Und blau-weiß ist nicht zwangsläufig bayrisch. Argentinien, Israel und Finnland hätten auch blau-weiße Flaggen, erinnerte Ingo Buth (SPD). „Das passt gut zu unseren Stadtfarben“, meinte Jens-Uwe Seligmann.

Natürlich bedeutet es jetzt nicht, dass alle Plöner in ihren Gärten und auf Balkonen nur noch blaue und weiße Blumen pflanzen sollen. „Der Normal-Plöner kann Guerilla-Gärtnerei machen und soll es auch“, sagte Sabine Kauf (Grüne) – obwohl sie selber die Ideen aus dem Konzept für sich übernehmen werde.

Schließlich erwuchs bei Sabine Franke noch eine Idee, die hervorragend nach Plön passe. Ein Maränenschwarm aus Holz und Metall, aufgestielt in den Pflanzflächen. „Den könnten Sie durch die Stadt ziehen lassen.“ „Lasst uns mal anfangen“, munterte Bettina Hansen (SPD) die Ausschuss-Mitglieder auf.

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