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Plön Kein Geld, aber viele Ideen
Lokales Plön Kein Geld, aber viele Ideen
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06:00 14.12.2018
Von Anja Rüstmann
Plöns Portemonnaie ist leer, die Stadt hat 2019 laut Haushalt einen Fehlbetrag von mehr als zwei Millionen Euro. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Ein Wermutstropfen bleibt, ein dicker. Denn Plön rechnet 2019 mit einem Defizit von 2.049.900 Euro. Plön bleibt Fehlbedarfsgemeinde, bekommt deshalb finanzielle Zuweisungen vom Land. Der Etat ist aber ein deutlicher Blick Richtung Zukunft, in die die Stadt investieren will. „Wir haben hier keinen Spar-Haushalt vorliegen“, sagte Ingo Buth (SPD), Vorsitzender des Hauptausschusses. Dennoch sei man sparsam. Und dennoch steigen die Kreditaufnahmen auf 3.352.200 Euro.

„Die Qualität unserer Ziele bestimmt die Qualität unserer Zukunft“, nannte es Bürgermeister Lars Winter. Denn die Qualität stecke in den Investitionen. Wie die 2 Millionen Euro für den Breitbandausbau. Ein dicker Batzen sind die 600.000 Euro, die für den Ankauf des Grundstückes der ehemaligen Kreisfeuerwehrzentrale (Ochsenkoppel) im Haushalt stehen. Zwar mit Sperrvermerk, aber das bedeutet lediglich, dass der Fachausschuss die Freigabe noch einmal beschließen muss. Durch alle Fraktionen ist man sich einig, hier auf dem richtigen Weg zu sein. „Als Stadt haben wir ein Vorkaufsrecht“, so André Jagusch (CDU). Plön verspricht sich hier zwischen Campingplatz und Jugendherberge einen wichtigen Schritt in die weitere touristische Entwicklung.

„Es ist eine notwendige und sinnvolle Ausgabe, auch wenn es beim Blick auf die Zahl schmerzt“, sagte Ingo Buth. Jagusch bezeichnete es als „schlauen Schachzug von uns“, denn so werde es nicht dem Meistbietenden überlassen, was dort passiert. Auch Dirk Meußer (FDP) fiel mit ein: „Die größte Ausgabe im Haushalt macht mir die geringsten Sorgen.“ Der Haushalt ermögliche Perspektiven für morgen. Auch wenn Thorsten Roth (SPD) zugab, dass es Mut erfordere, den Ausgaben zuzustimmen.

Das Ziel: Die Stadt voranbringen

150.000 Euro stehen für den weiteren behindertengerechten Umbau von Bushaltestellen bereit. 70.000 Euro sind für die Planung des Ausbaus der Stettiner Straße vorgesehen, die nach Steinbergweg und Ulmenstraße an der Reihe ist. „Auch das ist Qualität“, so Winter. Für die Stadtbücherei beginne mit einem Selbstverbuchungsautomaten ein neues Zeitalter. Wenn am 29. Januar das Gericht zum Thema Piratenland im Schwimmbad zu keiner endgültigen Entscheidung kommt, beginnt die Stadt trotzdem mit der Sanierung (125.000 Euro). Öffentliches WLAN-Netz in der Innenstadt (10.000 Euro), Lounge-Sessel am Strandweg (10.000 Euro) nannte Jagusch – „wir wollen ein Signal setzen, dass wir trotz der schwierigen Lage die Stadt voranbringen möchten.“ Roth betonte, dass „Veränderungen Geld kosten. Der finanzielle Gestaltungsspielraum der Fraktionen war eng.“ Und Gerd Weber (Grüne) möchte den Tourismus (“die Lebensader von Plön“) gestärkt sehen – allerdings nicht zu Lasten der Natur.

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