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08:00 09.10.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Susanne Naß, Pflegeleiterin Annika Weerts vom Hospiz Kieler Förde, Agnes Baxmann und Norbert Helle (von links) engagieren sich im Hospizförderverein Gabriel im Kreis Plön. Sie suchen neue ehrenamtliche Mitstreiter und wollen ihren Verein noch bekannter machen. Quelle: Sibylle Haberstumpf
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Kreis Plön

Die tiefblaue Badewanne mit eingebauter Musikfunktion und Beleuchtung im komfortabel großen Baderaum: gespendet. Das Klavier und der große Fernseher: gespendet. Und so manches andere teure, praktische, behagliche Stück mehr gäbe es im Hospiz Kieler Förde nicht – wenn nicht die großzügigen Spender wären, die Pflegeleiterin Annika Weerts immer wieder mit Zuwendungen begeistern. 

Verein für den Kreis Plön sucht mehr und jüngere Mitstreiter

Seit fast 15 Jahren gibt es das Hospiz in Kiel. Es hat 16 Einzelzimmer, jedes mit Bad und eigener Terrasse. Es bietet unheilbar Kranken in ihrer letzten Lebensphase ein Zuhause. Das zwar auch Menschen aus dem Kreis Plön: Sie machen im Durchschnitt 20 bis 25 Prozent der Belegung aus. Seit zehn Jahren gibt es den Hospizförderverein Gabriel im Kreis Plön. Er hat 112 Mitglieder, ist Mitgesellschafter des Hospizes – und sucht Verstärkung. „Wir möchten noch mehr und auch jüngere Menschen für das sinnstiftende hospizliche Ehrenamt gewinnen“, sagt Vorsitzende Agnes Baxmann. Das könne in der Vorstandsarbeit sein oder auch als Lebensbegleiter für Schwerstkranke in den vier ambulanten Hospizvereinen des Kreises. Dazu gehören die Hospizbewegung „Bis dann“ in Heikendorf, die Hospizvereine Preetz und Lütjendorf und die Plöner Hospizinitiave.

Ehrenamtlicher Hospizhelfer "wurde ein Freund"

Über das Leben am Lebensende weiß Baxmann gut Bescheid. Ihr Vater verbrachte seine letzten Monate in einem Hospiz. Davor hatte ihn regelmäßig ein ehrenamtlicher Hospizhelfer zu Hause besucht, ihm Trost, Kraft und Zeit gespendet und auch ihre Mutter entlastet. „Er wurde ein Freund“, erinnert sie sich. Damals wurde ihr klar: Auch sie wollte in in der Hospizarbeit helfen. „Ich mache das aus Dankbarkeit und um Menschen ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen“, sagt die 69-jährige Mönkebergerin. 

Wer ins Hospiz kommt, muss unheilbar krank sein und eine sehr begrenzte Lebenserwartung haben – ein Arzt muss das beantragen. 95 Prozent der Kosten übernehmen Kranken- und Pflegekassen, fünf Prozent muss das Kieler Hospiz mit Spenden durch den Förderverein aufbringen. 250.000 Euro pro Jahr sind das.

Personalschlüssel ist günstiger als im Krankenhaus

Symptomen wie Erstickungsgefahr und starke Schmerzen muss die Pflege im Hospiz rund um die Uhr begegnen. 30 Pflegekräfte arbeiten hier im Schichtsystem. Nachts etwa sind zwei examinierte Kräfte für höchstens 16 Kranke zuständig. „Der Personalschlüssel ist günstiger als in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, das ist begründet durch die Herausforderungen. Unsere Gäste haben zum Teil akute Blutungen oder Angst, da kann man sie nicht einfach allein lassen“, unterstreicht Pflegeleiterin Weerts.

Es gehe im Hospiz darum, sagt „Gabriels“ Zweite Vorsitzende Susanne Naß aus Schellhorn, im Sinne der Palliativmedizin Leiden zu lindern und Menschen so zu behandeln, dass ihnen auch bei schweren Herz- und Lungenkrankheiten oder Krebs im Endstadium noch Lebensqualität bleibe. Mehr Infos über den Verein gibt es im Internet: www.hospiz-gabriel.de

Annika Weerts, 38, ist ein Urgestein des Kieler Hospizes, arbeitet seit fast 15 Jahren hier und wird immer noch berührt von ihrer Arbeit. "Es ist ein wunderschöner Arbeitsplatz mit immer neuen Aufgaben. Hier sind zwar Trauer und Tod - aber genauso herrscht hier auch das Leben. Wir haben sogar Hochzeiten hier."

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