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Plön Es war einmal ... eine Erzählerin
Lokales Plön Es war einmal ... eine Erzählerin
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19:59 03.01.2019
Von Anja Rüstmann
Inge Beger ist seit 20 Jahren Märchenerzählerin und hat rund 30 Märchen im Kopf, mit denen sie bei ihren Auftritten Kinder und Erwachsene unterhält. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Es war einmal ... eine 62-jährige Plönerin, die ihr Herz an all diese Geschichten mit Prinzen und Prinzessinnen, wundersamen Begebenheiten und Zaubereien, sprechenden Tieren und Hexen verloren hat ... und sie begeistert jahrein, jahraus ganze Heerscharen von Zuhörern.

Es begab sich zu einer Zeit – ja, wann eigentlich? Schon als Kind hat sie gerne Märchenschallplatten gehört, die ältere Schwester hat Geschichten vorgelesen. Als Jugendliche machte sie eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin, wechselte später zum Kieler Gesundheitsamt und wurde Prophylaxe-Helferin.

Fantasie braucht es beim Zähneputzen eher nicht, wohl aber, als sie in den 90er-Jahren mit einer Kollegin als Zahnputzkasper durch die Stadt tourte. Inzwischen hat sie als Verwaltungsangestellte ihren Arbeitsplatz bei der Stadt Kiel im Amt für Finanzwirtschaft. Mit Märchen hat das so gar nichts zu tun.

Märchenerzählerin wird man nicht von heute auf morgen

Vielleicht ist ihr Sohn etwas schuld, denn der hörte als Kind besonders gerne seiner Mutter zu, wenn sie Märchen erzählte. Und dann traf sie eine Märchenerzählerin und merkte: Das will ich auch. Geht natürlich nicht von heute auf morgen. Inge Beger besuchte Seminare und Kongresse, machte Atemübungen und ein bisschen eine schauspielerische Ausbildung, übte das freie Erzählen, und agierte bei Rollenspielen, verstellte ihre Stimme und lernte auswendig. „Seit 1998 nenne ich mich Märchenerzählerin“, sagt sie. Längst ist sie Mitglied der Europäischen Märchengesellschaft.

20 bis 30 Auftritte pro Jahr

Nicht jedes Märchen findet Inge Beger gut. „Es muss mich anspringen“, verrät sie. „Und wenn mir ein Märchen gefällt, habe ich es auch schon mal in drei Tagen gelernt.“ Ehrlich, das sei kein Märchen! Beim Autofahren übt sie die Stücke immer wieder, und sollte sie abends nicht schlafen können, erzählt sie sich selber – in Gedanken – ein Märchen. „Je verschnörkelter ein Satz ist, umso besser kann ich ihn lernen.“

In Märchen können die Figuren oft Unmenschliches, gar Übernatürliches. „Die können alles!“ Inge Beger kann ihre Zuhörer in den Bann ziehen. Auch etwas ganz Besonderes. 20 bis 30 Auftritte hat sie pro Jahr. Was sie nicht kann, ist, ohne Lampenfieber zu einer Erzählstunde zu gehen. Aber nach ein, zwei Sätzen sei es dann wie weggeblasen, fast märchenhaft.

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