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Plön Lärmschutz wird warten müssen
Lokales Plön Lärmschutz wird warten müssen
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19:09 27.09.2018
Von Anja Rüstmann
Im Bereich der B 76 soll links eine Lärmschutzwand gebaut werden, rechts ab der Einmündung August-Thienemann-Straße. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

Bedeutet: Der Lärmschutz verzögert sich – mal wieder. Denn bis das alles abgearbeitet ist, dürften noch jede Menge Autos, Motorräder und Lkw die B76/B430 durch Plön gefahren sein. Und die lärmgeplagten Anlieger müssen weiter zuhören.

Einig waren sich die Ratsmitglieder allerdings nicht. Bernd Möller und Sabrina Thode-Rothhaar (beide SPD) votierten gegen die Stellungnahme. „Nach 35 Jahren muss etwas passieren, das sind wir unseren Bürgern schuldig“, sagte Möller. „Eine schlechte Lösung ist besser als keine.“ Denn die Pläne des LBV hält er zwar für nicht mehr zeitgemäß und fehlerhaft, titulierte sie als veraltete Ausbauvariante und städtebaulich fraglich. Aber die Anwohner hätten eben ein Recht auf Lärmschutzmaßnahmen.

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Ähnlich hatte es Manfred Rose schon in der Einwohnerfragestunde der Ratsversammlung angesprochen. Er wohnt in der Friedrichstraße und ist „betroffener Bürger“. Die in der Stellungnahme der Stadt geforderten Änderungen „kämen einer vollständigen Neuplanung gleich“, sagte er. Und rechnete: „Ist es nicht wahrscheinlich, dass bei dem bisherigen Tempo eine solche Neuplanung noch weitere Jahrzehnte dauern würde?“ Auch in dieser Zeit wären die bestehenden Rechtsansprüche der Bürger nicht umgesetzt. Rose ist bürgerliches Mitglied im Stadtplanungsausschuss für die SPD-Fraktion, kennt sich aus. „Ist es nicht möglich, lediglich auf die im Planfeststellungsverfahren vorhandenen handwerklichen Mängel hinzuweisen und Abhilfe zu fordern, ansonsten aber der Planung zuzustimmen?“, fragte er. „Nur so können Sie sich aktiv dafür einsetzen, dass das Verfahren sich nicht weiter verzögert“, appellierte er an die Ratsmitglieder.

22 von ihnen stimmten aber für die Stellungnahme. Ingo Buth (SPD) erklärte seine Sicht: „Wenn wir den LBV-Plänen zustimmen, entsteht für 50 bis 70 Jahre etwas völlig Ungeeignetes. Wir verbauen jede beste Lösung.“ Auch Sabine Kauf (Grüne) sagte: „Wir sollten um die bessere Lösung kämpfen.“ Und die wäre ein Rückbau der Straße. Buth warb dafür, fraktionsübergreifend zusammenzustehen und das Anliegen im Land auf politischer Ebene gemeinsam zu vertreten. „Dann kriegen wir hin, was ich der Stadt wünsche.“

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