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Plön Neubau am Kreishaus rückt näher
Lokales Plön Neubau am Kreishaus rückt näher
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20:43 13.08.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Der Kreis Plön hat die Möglichkeit, ein Grundstück direkt am Kreishaus zu erwerben. Quelle: Lina Schlapkohl (Grafik)
Plön

Hintergrund: Die Kreisverwaltung leidet unter akutem Platzmangel.77 Mitarbeiter sind derzeit an fünf Standorten in ganz Plön verteilt. Der Grund dafür sind immer neue Aufgaben, die den Verwaltungen aufgebürdet werden. Die Folge von immer neuen Gesetzen. Dafür benötigt man auch mehr Personal. Und es geht weiter nach oben. Eine Aufstockung der Mitarbeiterzahl steht in den nächsten Jahren an. Die Verwaltung muss das neue Bundesteilhabegesetz und eine Kita-Reform umsetzen. Die Platznot im Kreishaus verschärft sich daher noch.

Kreis war schon einmal Eigentümer

Das Kroschke-Gelände gehörte bis 2002 schon einmal dem Kreis Plön. Es war einst als Bauland-Reserve gedacht, falls die Verwaltung wachsen sollte. Ganz früher befand sich dort eine Gärtnerei. Aus Geldnot verkaufte der Kreis aber das Gelände für rund 615.000 Euro an die Kroschke AG, die Autoschilder herstellt. Das Unternehmen plante – neben einer eigenen Filiale – Wohn- und Geschäftshäuser. Doch es fand sich kein einziger Mieter dafür. Andere Ideen wie ein Bürogebäude oder eine Seniorenresidenz an dieser Stelle ließen sich nicht verwirklicht. Das Grundstück erwies sich als eine Fehlinvestition und blieb bis jetzt unbebaut. Die Kroschke AG versicherte dem Kreis mittlerweile schriftlich seinen Verkaufswillen und ist bereit, die 2800 Quadratmeter zum damaligen Preis wieder an den Kreis zu veräußern. Der Ring schließt sich damit.

Landrätin hofft auf Zustimmung auch im Kreistag

„Bereits seit Jahren ist der Platz im Kreishaus nicht mehr ausreichend. Die Raum-Situation ist zum Teil nicht mehr länger zumutbar“, sagte Landrätin Stephanie Ladwig zu den Plänen. Ein Neubau in der im Ausschuss vorgestellten Größenordnung sei die beste Lösung, um allen Mitarbeitern ausreichend Platz für ihre Arbeit zu geben. Das sei ein wichtiger Baustein, um als Kreisverwaltung wettbewerbsfähig bei der Gewinnung der besten Fachkräfte zu sein, so die Landrätin. Sie hofft nun auf eine Zustimmung des Kreistags und eine zügige Umsetzung. So könne man als moderne und effiziente Verwaltung für die Bürger tätig sein.

CDU skeptisch wegen der Kosten

In der CDU-Fraktion sieht man skeptisch auf die Kosten. CDU-Vertreter wünschten im Ausschuss, das Thema zu vertagen. Sie wollten eine detaillierte Kostenschätzung und die Klärung des Baurechts an der Stelle. Damit konnten sie sich allerdings nicht durchsetzen. Der Ausschuss diskutierte und stimmte ab. Das letzte Wort über Kauf und Neubau spricht am 19. Dezember allerdings der Kreistag.

Platz für 114 Mitarbeiter

In dem vom Ausschuss favorisierten ersten Entwurf entstehen 114 neue Arbeitsplätze in insgesamt 77 Büros. Geplant sind weiter elf Besprechungsräume und vier Archivräume. Hinzu kommen 51 neue Parkplätze. 

Auf der Suche nach neuen Büroflächen erwogen die Kreisplaner auch einen Neubau auf dem Gelände der früheren Kreisfeuerwehrzentrale oder verschiedene Anbauvarianten direkt am Kreishaus. Alle Lösungen scheiterten aber an baurechtlichen Vorgaben. Beispielsweise schied eine weitere Verdichtung auf dem Gelände des Kreishauses aus, weil die Büroflächen im Vergleich zur Grundstücksgröße zu groß geraten wären.

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