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Plön Bürgerinitiative will die Welt retten
Lokales Plön Bürgerinitiative will die Welt retten
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07:03 07.08.2019
Von Anja Rüstmann
Hansjürgen Schulze (von links), Klaus Marquardsen und Jörg Schröder wünschen sich für die Plöner Bürgerinitiative Agenda 2030 noch mehr Mitstreiter, Unterstützer und Ideengeber. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Dafür suchen sie weitere Mitstreiter, Unterstützer und Ideengeber, Menschen die sich informieren und überzeugen lassen wollen. Es geht ihnen um die Umwelt – und um die Zukunft.

Jeder kann schon jetzt etwas tun

Klaus Marquardsen, Hansjürgen Schulze und Jörg Schröder sind die treibenden Kräfte in der Bürgerinitiative. Was machen sie selber jetzt schon für den Umweltschutz? „Ich bin der Energiesparer Nummer eins“, erklärt Marquardsen überzeugt. Bisher war er der stellvertretende Umweltbeauftragte der Stadt Plön. Dieses Amt hat er zum 1. August aufgegeben, um sich noch intensiver um die Agenda 2030 kümmern zu können. „Seit acht Jahren fahre ich ein Hybridauto. Und ich spare Energie beim Heizen“, nennt er ganz persönliche Beispiele. Die Temperatur in der Wohnung ist auf 20 Grad gedeckelt.

„Ich habe vor neun Jahren mein Auto abgegeben, fahre seitdem mit dem Fahrrad und neuerdings sitze ich auf meinem E-Scooter“, erklärt Hansjürgen Schulze. Jörg Schröder ist passionierter Kleingärtner. „Ich achte darauf, dass ohne Chemie gearbeitet wird. Läuse auf den Pflanzen bekämpfe ich mit Brennnesselsud, zusammen mit Ackerschachtelhalm ist das auch ein guter Dünger“, sagt er.

Es gibt ein großes Informationsbedürfnis

Jeder habe die Möglichkeit, etwas zu tun. Das könne die Solaranlage auf dem Dach oder ein kleines Balkonkraftwerk sein. „Es gibt ein großes Informationsbedürfnis“, weiß Schulze. Energie einsparen steht mit ganz oben auf der Liste. Die Bürgerinitiative unterstütze Bestrebungen der Verbraucherzentrale, in Plön eine Energieberatung anzubieten. Aber auch in Sachen nachhaltiger Konsum sei es einfach zu agieren. „Weniger Fleisch und mehr saisonales Gemüse essen, den fairen Handel unterstützen“, zählt Marquardsen auf. Und natürlich auf Plastiktüten beim Einkaufen verzichten. Das Wasser sauber zu halten und die Mikroplastik-Verschmutzung einzudämmen, gehört zu den Zielen der Agenda 2030. Die Plöner Bürgerinitiative möchte mit Geschäftsinhabern sprechen, aber auch die Bevölkerung sensibilisieren – und in die Schulen gehen.

Benachteiligte Gruppen sollten unterstützt werden. Schröder begleitet schon länger Menschen mit geringem Einkommen beim Gang zum Jobcenter oder Sozialamt. „Die Bürgerinitiative unterstützt außerdem die Aktion Stadtradeln im August/September und tritt mit einem eigenen Team an“, berichtet Marquardsen. Denn das Auto sollte viel öfter stehen gelassen und dafür mit dem Rad gefahren werden. Besonders freut ihn, dass die Plöner Ratsversammlung sich hinter die Ideen der Agenda 2030 gestellt hat. Die Initiative weiß, dass sie auf dem richtigen Weg ist.

Bürgerinitiative sucht Mitstreiter und vor allem Nachwuchs

Doch sie braucht Nachwuchs. „Bisher ist unsere Gruppe im Alter von 50plus“, sagen Marquardsen (77), Schulze (76) und Schröder (61). Es sind gerade die nachfolgenden Generationen, für die sich engagiert wird. Jüngere Mitstreiter sind deshalb gern gesehen. Die Bürgerinitiative trifft sich einmal im Monat, jeweils am letzten Dienstag – das nächste Mal am 27. August. Treffpunkt ist um 19 Uhr im Café Markt 11. Am Freitag, 16. August, baut die Initiative in der Fußgängerzone vor dem Haus Lange Straße 8 einen Informationsstand von 10 bis 12 Uhr auf und hofft, dort mit vielen Plönern ins Gespräch zu kommen. „Wir können die erste Generation sein, die die weltweite Armut beendet, und gleichzeitig vielleicht die letzte Generation, die noch die Chance hat, unseren Planeten zu retten“, zitieren sie aus der Agenda 2030.

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