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Plön Plötzlich quillt der Briefkasten über
Lokales Plön Plötzlich quillt der Briefkasten über
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19:48 09.05.2019
Von Anja Rüstmann
Heinz Vennemann aus der Danziger Straße in Plön wartete tagelang auf Briefe, doch nichts kam. Kein Wunder, dass er sich über die Post ärgert. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

 Auch Nina Will hatte diese Woche plötzlich ein gutes Dutzend Briefe im Kasten, nachdem sie aber ungefähr ein Dutzend Tage nichts bekommen hatte. „Jetzt ist es aber wieder stabil“, sagt Jens-Uwe Hogardt von der Pressestelle der Post.

Monatskarte für die Bahn kam sechs Tage zu spät

Heinz Vennemann aus der Danziger Straße ist aber immer noch wütend. Eine Rechnung kam so spät, dass der Zahlungstermin bereits überschritten war. Die Monatskarte der Bahn für seine Frau lag erst am 6. Mai im Briefkasten, obwohl sie laut Poststempel rechtzeitig abgeschickt worden war. „Meiner Frau war zwischenzeitlich eine Ersatzkarte ausgestellt worden“, erzählt er. Glücklicherweise ohne Zusatzkosten. In den sozialen Netzwerken überschlägt sich die Diskussion. Immer mehr Anwohner meldeten sich dort und berichteten von leeren Briefkästen. „In der Breslauer Straße habe ich auch seit Ewigkeiten nichts mehr bekommen“, schreibt eine Anwohnerin. Aus anderen Zustellbezirken gab es dagegen neidisch machende positive Meldungen.

Post-Pressesprecher Hogardt zählt auf: Zu Ostern sei besonders viel zu tun gewesen, dann kam der Maifeiertag, vorher noch eine Betriebsversammlung. In der vergangenen Woche war die Zustellerin zwei Tage nicht da, die Vertretung habe da nicht alle Straßenzüge des Zustellbezirks geschafft. Eigentlich soll ein Brief nach zwei Tagen sein Ziel erreicht haben.

"Die Zusteller können gar nichts dafür"

„Am Montag quoll der Briefkasten plötzlich über“, berichtet Nina Will aus der Ulmenstraße. Am Dienstag erhielt sie mehrere Kataloge auf einmal. „Es hakt schon länger, aber bisher war es nicht so extrem“, sagt sie. Vennemann rechnet nach und erklärt: „Die Post hat seit neun Monaten Probleme mit der Briefzustellung.“ Wobei er Wert darauf legt, dass er nicht über Zusteller schimpft. „Die können doch gar nichts dafür.“ Im August 2018 berichtete die Post von einer angespannten Personalsituation. Das sei, so Hogardt, im Moment aber nicht mehr der Fall.

Tatsächlich könne es schon mal passieren, dass ein Brief im falschen Fach im Verteilzentrum lande. Oder eine ganze Kiste wird statt nach Kiel aus Versehen nach Bremen verfrachtet. „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.“ Und Maschinen können auch irren. Bei der Häufung der Beschwerden aus der Ulmen- und Danziger Straße kann das aber schwerlich der Grund gewesen sein. Allerdings gibt es bei Briefen keine Sendungsverfolgung wie bei Paketen... Auch Hogardts Hinweis auf sogenannte „Dialogpost“ wie beispielsweise Wahlbenachrichtigungen, bei denen der Absender der Post eine Zustell-Karenzzeit von vier Tagen gewährt, können in Summe nicht 16 Briefe ergeben, die auf einmal in einem Haushalt ankommen.

Post will den Bezirk überprüfen

In mehr als drei Viertel der Zustellbezirke müssen die Zusteller Briefe und Pakete parallel austragen, sind deshalb nicht mehr mit dem Fahrrad, sondern dem Auto unterwegs. Es liegt nahe, dass Straßensperrungen wie bei der Baustelle in der Ulmenstraße die Arbeit der Post-Angestellten nicht leichter macht, sondern Zeit kosten. „Ich habe mit ihr gesprochen und man sieht es ihr an, dass es sie selber stört, dass sie das alles zeitlich nicht schafft“, meldete sich bei Facebook eine Plönerin zu Wort. Pressesprecher Jan-Uwe Hogardt erklärt, dass die Post in Plön in Kürze den Zustellbezirk überprüfen werde, was Zustellmengen angeht und ob die Baustelle zu Verzögerungen führt und deshalb reagiert werden muss.

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