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Plön Was Plön für die Radfahrer tun kann
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09:58 16.08.2019
Von Anja Rüstmann
Im Radverkehrskonzept wird vorgeschlagen, die Eutiner Straße erst einmal zwischen Bahntunnel und Wilhelmstraße zu einer Fahrradstraße zu machen. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Anderthalb Jahre sind jetzt vergangen, seit Plön bei einem Bürgerforum die Fahrradfahrer gefragt hatte, wo es für sie nicht rund läuft. Davor hatte eine Fahrrad-Arbeitsgemeinschaft bereits eine Bestandsaufnahme von Knackpunkten gemacht. Dann wurde das Konzept in Auftrag gegeben. Der Konzeptentwurf erfindet das Rad nicht neu, fasst aber eine ganze Menge Wünsche vieler Akteure zusammen und bietet Lösungen.

Neue Fahrradbügel vor dem Rathaus

Schon jetzt unternimmt Plön bereits einiges, um fahrradfreundlicher zu werden. Mit der Teilnahme an der Aktion Stadtradeln zum Beispiel (Start ist am 18. August). Neu sind die Fahrradständer vor dem Rathaus. Bei den alten Modellen wurden die Vorderreifen der Räder quasi eingeklemmt, Fahrradbesitzer nennen sie deshalb auch Felgenkiller. Und für breitere Reifen waren sie sowieso nicht geeignet. Jetzt stehen drei formschöne Bügel dort. Farblich passen sie zu den historischen Laternenpfählen. Und mit einer komfortabel breiten „Nase“ zum Abhang hin verhindern die Ständer, dass die Räder wegrollen. Plöns Fahrradbeauftragter Wolfgang Homeyer ist zufrieden. Und die Stadt hat es 1000 Euro gekostet.

Aber nicht alles klappt. Der Fahrrad-Schutzstreifen vor dem Aldi-Markt, wo Radler die aus Richtung Lütjenburg durch den Tunnel kommen und auf die Straße wechseln, ist zwar seit vielen Monaten als „Sofortmaßnahme“ geplant, die Umsetzung hakt aber. Denn für den kleinen Auftrag ist es schwer, eine Firma zu bekommen. Und an der Tunnelausfahrt August-Thienemann-Straße zur Eutiner Straße hin verlangt die sogenannte Umlaufsperre von den Radlern immer noch gewisses Geschick, obwohl es längst hieß, ein Umbau sei schnell erledigt.

Fahrradstraßen würden den Radlern Vorrang gewähren

Das Radverkehrskonzept beschäftigt sich mit Größerem. Fahrradstraßen zum Beispiel. Die Eutiner Straße böte sich dafür an, so Stefan Luft und Edzard Hildebrandt von den Planungsbüros. Radler bekommen Vorrang, dürfen auch nebeneinander fahren, Autofahrer müssen sich ihnen anpassen. In einem ersten Schritt schlagen sie die Ausweisung zwischen Bahntunnel und Wilhelmstraße vor. Damit einher gehe ein Überdenken der Parkplätze, denn das Rückwärts-Ausparken gefährdet die Zweirad-Fahrer oft massiv. Auch die Johannisstraße in der Neustadt sollte Fahrradstraße werden, ebenso wie die Rodomstorstraße zwischen Schule und Bahnhof.

In der Stadtgrabenstraße moniert der Konzeptentwurf die Parkplatz-Ausfahrten. In der Fußgängerzone könne außerhalb der Saison ein Modellversuch gestartet werden und Radlern das Fahren erlauben. Wie wäre es mit einer Einbahnstraße am Gänsemarkt? Auch eine Fahrradspur in der Lütjenburger Straße/B430 (bis Behler Weg) sieht der Maßnahmenkatalog vor. An der B76/Rautenbergstraße, wo viele Radfahrer nicht „richtungstreu“, also auf der falschen Seite den Radweg benutzen, bestehe großer Handlungsbedarf. Zum Beispiel für die Einrichtung mehrerer und besserer Querungsmöglichkeiten. Die Unterquerungen in Plön sind den Planungsbüros ein Dorn im Auge. Im Bereich August-Thienemann-Straße/Eutiner Straße sei sie „besonders nett gestaltet“, sagte Hildebrandt und meint die Leitplanke in der Mitte. Und die Tunnelausfahrt am Bahnhof vertrage eine „Aufwertung“.

Weiteres Bürgerforum ist geplant

Die Rodomstorstraße (Richtung Norden) haben die Planer auf dem Zettel, die Bahnhofstraße, den Stadtseeweg/Appelwarder, die Fünf-Seen-Allee, Kreuzungen an der B 76 oder die Öffnung von Einbahnstraßen für Fahrradfahrer. Und weitere bessere Fahrrad-Abstellanlagen. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Planung (SteP) hörten sich jetzt alles an. Noch ein Bürgerforum sei geplant. Fertig ist das Konzept zu den Haushaltsberatungen, damit für 2020 entsprechende Mittel für Maßnahmen bereitgestellt werden können.

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