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Plön Tafel bereitet sich auf einen Umzug vor
Lokales Plön Tafel bereitet sich auf einen Umzug vor
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06:00 27.02.2019
Von Anja Rüstmann
Stefan Thomsen zeigt die Räume, in die die Plöner Tafel vermutlich Anfang Mai einziehen wird. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

Rund zwei Jahre hatte sich die Organisation nach anderen Räumen umgesehen – seit sie wusste, dass im Bereich der Krabbe neue Wohnhäuser geplant sind und sie aus dem Gebäude auf dem Hinterhof raus müssen. Die Erleichterung steht Stefan Thomsen, Vorstand der Tafel, jetzt ins Gesicht geschrieben.

Zentral gelegen, groß und barrierefrei

Die neue Bleibe erfüllt so ziemlich alle Kriterien, die sich die Tafel gewünscht hat. Sie liegt zentral, die Kunden stehen aber nicht wie auf einem Präsentierteller, die Räume sind mit rund 400 Quadratmetern groß und liegen im Souterrain, wo die Lebensmittel nicht umständlich gekühlt werden müssen. Es gibt einen Lastenaufzug, und die Räume sind barrierefrei erreichbar. Für ein Büro und einen Sozialraum ist auch Platz.

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Von der Plöner Tafel, zu der auch die Ausgabestellen in Wankendorf, Ascheberg und Lütjenburg gehören, sind jede Woche rund 800 Menschen in 280 Familien abhängig. Die Nachfrage wird immer größer. Inzwischen hat die Tafel 80 Mitarbeiter – Ehrenamtliche, Ein-Euro-Jobber, Menschen, die ihre Sozialstunden ableisten. Zur Ausgabe in Plön kommen wöchentlich rund 260 Abholer, verteilt auf zwei Tage.

Einige Jahre standen die Räume leer

Jetzt kommt richtig viel Arbeit auf die Tafel zu. Nach einem Fleischveredler war ein Fahrradgeschäft hier untergebracht. Dann standen die Räume rund acht Jahre leer. Sie wirken sehr groß und sind noch völlig nackt. „Zuerst muss die Elektrik gemacht werden. Dann bekommen die Wände etwas Farbe. Danach ist der Fußboden an der Reihe“, erzählt Thomsen. Es wird eine kleine Küchen-Ecke mit Tresen entstehen. Einige Regale müssen neu angeschafft werden. „Aber was gut erhalten ist, zieht mit um.“

„Ich versuche die Kosten gering zu halten, schließlich brauchen wir das Geld für andere Dinge“, sagt der Interims-Unternehmensberater. Die geschätzten Kosten von 30000 Euro möchte er auf 20000 Euro drücken. Das bedeutet viel Eigenleistung.

Der Eingang zur Tafel befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes, zwischen Meierei und Bundesstraße. „Wir wollen hier noch unser Schild anbringen“, so Thomsen. Und dann kann die Hilfe der Tafel – „hoffentlich mit nur einem Tag Unterbrechung“ – am neuen Ort weitergehen.

Astrid Schmidt 26.02.2019
Hans-Jürgen Schekahn 26.02.2019
Silke Rönnau 26.02.2019