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Plön Plöner Tafel braucht selber Hilfe
Lokales Plön Plöner Tafel braucht selber Hilfe
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06:51 24.05.2018
Von Anja Rüstmann
Viel zu tun gibt es für die Mitarbeiter der Plöner Tafel. Marlies Lühr (von links), Karsten Radtke, Silvia Wohlrab und Stefan Thomsen brauchen dringend Unterstützung. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

In den Räumen stapeln sich die Kisten. Es ist eng. Tomaten und Bananen, Salatköpfe, Paprika, Spargel, Apfelsinen sind gerade angeliefert worden. Nicht mehr ganz frisch, nicht ganz ohne Makel. Weiter hinten steht eine große Kiste mit Eiern, im Regal gibt es Süßigkeiten. Und in einer Kühl-Vitrine liegen Kuchenstücke. Eine handvoll ehrenamtliche Mitarbeiter sichtet alles, muss einiges aussortieren und bereitet sich auf den großen Ansturm am Nachmittag vor: Heute ist Ausgabetag bei der Plöner Tafel.

Seit sechs Jahren hat die Tafel in der Bahnhofstraße 6/Ecke Krabbe ihr Domizil. Auf einem Hinterhof. Doch Hunderte Plöner kennen den Weg. Mittwochs und freitags sind die Schlangen lang, ob bei Nieselregen oder im gleißenden Sonnenschein. Mit Plastiktüten in der Hand warten die Kunden, um für sich selber oder die ganze Familie einzukaufen. Zwei Euro nimmt die Tafel, egal wie viel gebraucht wird, um zu Hause alle satt zu bekommen.

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Verteilt werden gespendete Lebensmittel, die täglich in Supermärkten und Bäckereien oder auf Bauernhöfen abgeholt werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist erreicht, die Dosen angeschlagen, die Bananen braun, die Brötchen sind vom Vortag. Was aber nicht heißt, dass das alles nicht mehr essbar ist. „Die Menschen sind so dankbar“, sagt Stefan Thomsen vom Vorstand der Plöner Tafel.

„Wir brauchen Unterstützung“, erklärt er. Beim Sortieren, Sichten, Putzen, Umfüllen und Ausgeben. Aber auch für die tägliche Fahrt mit dem kleinen Lkw. Freitags sitzt der 59-Jährige selber am Steuer, auch, um den Kontakt mit den Spendern zu halten. Die Tafel bietet keine Fulltime-Jobs, sie freut sich über jeden, der auch nur für wenige Stunden mit anpackt oder sich ans Lenkrad oder auf den Beifahrersitz setzt. Der Lohn? Dankbare Menschen.

Ausgaben finden statt in Plön mittwochs und freitags von 14.30 bis 16 Uhr (Bahnhofstraße 6/Ecke Krabbe), in Ascheberg dienstags von 16 bis 16.30 Uhr (Kirchtor 38), in Wankendorf dienstags von 11.30 bis 12.30 Uhr (Bürgertreff der AWO, Kirchtor 18) und in Lütjenburg donnerstags von 9 bis 10 Uhr sowie von 15 bis 16 Uhr (Oberstraße 15a, Eingang im Hof). Anmeldungen sind möglich in Plön mittwochs von 11 bis 12 Uhr und in Lütjenburg donnerstags von 16.15 bis 16.45 Uhr (Einkommensnachweis nicht vergessen).

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