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Plön THW Plön öffnet für Besucher die Türen
Lokales Plön THW Plön öffnet für Besucher die Türen
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17:13 31.08.2019
Von Frida Kammerer
Lars Topp (17, links) hilft seinem Kollegen Frank Alizadeh (27) beim Anlegen des Atemschutzgeräts. Quelle: Frida Kammerer
Plön

Für die Kinder wurde eine Hüpfburg aufgebaut, ein Labyrinth wurde an einem Flaschenzug aufgehängt und mittels Geschicklichkeit musste ein Tennisball in ein Loch gerollt werden. Für die Kleinsten gab es Kinderschminken.

Zwar waren die vielen Besucher am Sonnabend gern gesehen, aber der Tag diente auch der Präsentation. "Wir bemühen uns um ein gutes Verhältnis zur Feuerwehr und wollen heute auch zeigen, was für Geräte wir haben und was wir leisten können", erklärt Ortsgruppenleiter Reinhard Jagusch.

Außerdem hofft man auf potenziellen Nachwuchs: "Wir haben grundsätzlich Personalmangel", erklärt Jagusch weiter. Seit die Wehrpflicht weggefallen ist, gäbe es deutlich weniger Neuzugänge, denn wer nicht zur Bundeswehr wollte, konnte sich alternativ zehn Jahre beim THW verpflichten.

Wehrpflicht brachte früher den Nachwuchs

So kam auch Wilfried Lühr zum Technischen Hilfswerk. 1983 hätte er eigentlich beim Bund dienen müssen, aber verpflichtete sich lieber als Ehrenamtler - und blieb. Besonders der erste große Einsatz des THW beim Oder-Hochwasser 1997 blieb dem 56-Jährigen im  Gedächtnis - eine Bewährungsprobe für die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes.

"Damals merkte man, welche Mängel es gibt", erinnert sich Lühr. Funksignale wurden nicht weitergeleitet, die Kommunikation war schwierig, auch die Unterbringung der Hilfskräfte war alles andere als optimal. "Man hat daraus gelernt und vieles verbessert", resümiert der stellvertretende Ortsbeauftragte Lühr.

Lars Topp wollte sich nicht um die Wehrpflicht drücken, der 17-Jährige ist 2012 mit zehn Jahren in die Jugendgruppe eingetreten. Sein Vater Christian gründete damals die Jugendgruppe und der Sohnemann war gleich dabei. Die Kleinen lernen da schon Hebekissen, Schere und Spreitzer kennen.

Topp macht eine Ausbildung bei Thyssen Krupp, für seinen Arbeitgeber ist sein ehrenamtliches Engagement kein Problem: "Vor Einsätzen muss ich das zwar abklären, aber da gab es noch keine Probleme."

Während man als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr zwar spontan weg muss, ist man nur einen überschaubaren Zeitraum am Einsatzort. Beim THW dauert ein Einsatz meist eine Woche. Zuletzt hat Topp bei dem Brand in Löptin geholfen.

Um Mitternacht wird umgestellt

Topp ist mittlerweile Gruppenführer der Bergungsgruppe II - aber nur noch bis Sonnabend um Mitternacht. Dann stellen alle THW-Gruppen in ganz Deutschland die Organisation um. Dann wird aus der "Bergungsgruppe II" die "Fachgruppe N": "Notversorgung und Notinstandhaltung".

Zusätzlich zu den alten Aufgaben kommen auch neue dazu und weitere Ausrüstung. Ein Duschzelt, mobile Toiletten und ein 450-Liter-Tank für Treibstoff, um andere Fahrzeuge zu betanken, wurden angeschafft.

Bjarne Voigt berührt das nur am Rande: Der Neunjährige ist seit zweieinhalb Jahren in der Jugendgruppe des THW. Noch geht es natürlich nicht mit zu den Einsätzen, aber auch die Jüngsten fahren schon mit dem Boot, lernen die Geräte kennen und Knoten zu knüpfen: "Ich muss dafür noch viel lernen."

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