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Plön Plöner Weihnachtscafé am Heiligabend
Lokales Plön Plöner Weihnachtscafé am Heiligabend
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15:07 25.12.2018
Von Anja Rüstmann
Reinhard Lutzhöft (von links), Marlies Lorenz, Gerdi Rexin, Ingrid Unger und Elfriede Meetz saßen am Heiligabend mit an der festlich geschmückten Tafel im Gemeindehaus und feierten zwei Stunden lang gemeinsam fröhliche Weihnachten. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

Astrid Thiele-Petersen, Ehefrau von Pastor Lutz Thiele, und Sebastian Spalk, Lebenspartner von Pastorin Janina Lubeck, begrüßten Heiligabend zehn Plöner, die den Nachmittag lieber mit anderen begehen, und nicht alleine zu Hause sitzen wollten.

Das war keine Runde der Alleingelassenen oder gar traurig Einsamen. Ins Gemeindehaus kamen am Montagnachmittag neun Frauen und ein Mann, die plaudern, lachen, Geschichten hören und spielen wollten. Eine gesellige Runde saß hier zusammen. Sebastian Spalk entpuppte sich als passionierter Back-Fan. Kekse und Kuchen hatte er beigesteuert, Astrid Thiele-Petersen die Tische festlich geschmückt. Und die Gäste freuten sich zu Tee und Kaffee über die Leckereien.

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"Ich mag den Kontakt mit Menschen"

„Ich bin eine überzeugte alleinlebende Frau“, erzählte eine 62-jährige Thiele-Petersen. Zum Nachmittag ins Gemeindehaus hatte sie zwei Nachbarinnen mitgebracht, andere kamen mit dem Taxi vorgefahren. Claudia Räwel hatte ihren Spaziergang mit dem Besuch des Weihnachtscafés verbunden. „Ich mag den Kontakt mit Menschen und die Kommunikation“, erzählte sie. Marlies Lorenz saß ein paar Plätze weiter. „Sonst hätte ich alleine zu Hause gesessen.“ So klönte sie mit Gerdi Rexin. „Meine Kinder sind Kirchenmusiker und Koch – die haben heute keine Zeit“, berichtete Marlies Lorenz.

Astrid Thiele-Petersen unterbrach den Klönschnack für besinnliche Geschichten und hatte auch ein paar Spiele vorbereitet. Langeweile kam da nicht auf. Auch nicht bei Reinhard Lutzhöft, der allerdings bedauerte, dass keine anderen Männer dieses Angebot angenommen hatten. Als „Hahn im Korb“ – Sebastian Spalk besorgte gerade Tee-Nachschub – genoss er aber die Unterhaltung.

„Wenn ich nicht hierher gekommen wäre, würde ich alleine daheim sitzen, vielleicht stricken oder Fernsehen schauen“, erzählte Elfriede Meetz (91). Die rüstige Dame saß neben ihrer Nachbarin Ingrid Unger – die beiden kennen sich bereits von den Seniorennachmittagen der Kirchengemeinde. Wer neu in der Runde war, wurde schnell in die Gespräche mit einbezogen.

Kleine Geschenke für die Besucher

„Genauso habe ich es mir gewünscht“, freute sich Sebastian Spalk. Der Maler und Lackierer erwies sich gemeinsam mit Theologin Astrid Thiele-Petersen als aufmerksamer Gastgeber. „Auch die Größe der Gruppe ist schön“, sagte er. Übersichtlich und gemütlich. Als dann noch kleine Geschenke an die Besucher verteilt wurden und sich die Überraschten über Tee, Kalender oder kleine Kreuze freuten, war die Weihnachtsstimmung perfekt. Die Zeit verging viel zu schnell. Gemeinsam spazierten viele aus der Gruppe anschließend zum Gottesdienst in die Nikolaikirche. „So ein Weihnachtscafé am Heiligabend würde ich wieder machen“, sagte Spalk. Und mit dieser Meinung stand er nicht alleine da.

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