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Plön Eine Absage an die Argentinier
Lokales Plön Eine Absage an die Argentinier
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06:00 13.03.2019
Von Anja Rüstmann
Neben Plau am See hat Plön noch eine Partnerschaft mit der tunesischen Stadt Ksour Essaf. Die Gemeinde Schillen gibt es nicht mehr. Eine Partnerschaft verbindet die Stadt auch mit der örtlichen Marineunteroffizierschule. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Gäbe es das mecklenburgische Städtchen Plau nicht, könnte man meinen, Plön hat kein Glück mit seinen Städtepartnerschaften. Die Verbindung zur tunesischen Stadt Ksour Essaf ist durch den arabischen Frühling eingeschlafen. Die Partnergemeinde Schillen in Russland gibt es so nicht mehr. Sie ging im neu geschaffenen Stadtkreis Neman auf.

Anruf vom Botschafter

Die argentinischen Stadt Pinamar sei „zu weit weg“, hieß es von den Mitgliedern des Hauptausschusses. Im Dezember überraschte der argentinische Botschafter in Berlin den Plöner Bürgermeister Lars Winter mit einem Anruf. Ob Plön an einem Freundschaftsvertrag mit einer argentinischen Gemeinde Interesse habe. Edgardo Mario Malaroda hat nämlich Verbindungen zu Plön. Seine Mutter flüchtete als junges Mädchen nach dem Zweiten Weltkrieg nach Plön, lebte hier ein paar Jahre, bevor sie dann nach Argentinien auswanderte. Ihrem Sohn habe sie oft von Plön vorgeschwärmt.

25000 Einwohner, 12000 Kilometer entfernt

Jetzt erhielt die Stadt einen konkreten Vorschlag für die Städtepartnerschaft. Pinamar liegt in der Provinz Buenos Aires an der atlantischen Küste und hat rund 25000 Einwohner. Ein kultureller oder wirtschaftlicher Austausch mit den Argentiniern dort dürfte schwierig werden. Immerhin satte 12000 Kilometer liegen zwischen Plön und Pinamar. Auch wenn es nett klingt, was die Argentinier schreiben. Pinamar sei einer der wichtigsten Urlaubsziele im Land, habe endlose Sandstrände, eine atemberaubende Landschaft, prächtige Residenzen und große Einkaufszentren, auch einen schönen Golfplatz.

Blicke richten sich gen Osten

„Eine Partnerschaft muss gelebt werden“, erklärte Thorsten Roth (SPD) während der Sitzung des Hauptausschusses. Dazu gehöre ein regelmäßiger Austausch. Aber bei Pinamar mache das die Entfernung schwer. Und so entschieden die Mitglieder, dass die Stadt einen Brief schreiben und die Anfrage absagen solle. Trotzdem, so Thore Kalinka (CDU), könnte man den Botschafter ja nach Plön einladen. „Das wäre eine nette Geste.“ Die Stadt könne sich lieber eine Partnerstadt im ost-europäischen Raum suchen, schlug Andre Jagusch (CDU) vor, mit ähnlicher Größe und Struktur. Er erntete Zustimmung.

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